Die steigenden Anforderungen an Mobilfunksysteme in Bezug auf Energieeffizienz, Datendurchsatz und Latenzzeiten erfordern leistungsfähige Mehrprozessorsysteme. Heterogene Mehrprozessorsysteme, die programmierbare Prozessoren für zeitkritische Aufgaben nutzen, sind besonders geeignet. Intelligente DMA-Controller verbessern den Datendurchsatz und die Energieeffizienz weiter. Diese Arbeit untersucht ein solches System mit heterogenen Verarbeitungseinheiten und einem Task Scheduler, der als Performance-engpass identifiziert wird. Konzepte zur Leistungssteigerung werden entwickelt, indem Controller in die Verarbeitungseinheiten integriert werden, um eine lokale Taskverwaltung zu ermöglichen und den zentralen Scheduler zu entlasten. Für Cloud-Computing-Funktionen in Mobilfunk-Basisstationen werden Verfahren zur Datenvorverarbeitung im Controller betrachtet, einschließlich Funktionen zur Selektion, Datenmodifikation und Verteilung zwischen Verarbeitungseinheiten. Dadurch wird die Verarbeitungseinheit von einfachen, wiederkehrenden Aufgaben entlastet, was die Gesamtperformance steigert. Auch die Vorverarbeitung dynamischer Datenstrukturen, wie verkettete Listen, wird untersucht, um die Verarbeitung direkt am Speicher zu beschleunigen. Zudem wird eine Erweiterung betrachtet, die das Client-Server-Modell auf heterogenen Mehrprozessorsystemen abbildet, was ebenfalls zu einer verbesserten Performance führt.
Benedikt Nöthen Reihenfolge der Bücher

- 2015