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Drei Arten, Papierdrachen zu falten

Deutsche Erstausgabe. Ausgewählt und aus dem Chinesischen übertragen von Julia Veihelmann.

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  • 340 Seiten
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Ma Yuans Erzählungen entführen in die tibetische Hauptstadt Lhasa und den Transhimalaya. Eine Expedition sucht nach einem angeblichen Schneemenschen und einem riesigen Schafsschädel. In einem maoistischen Lager in Nordchina löst ein Streit um eine verschwundene Armeemütze eine dramatische Kettenreaktion aus, während die Figur »Ma Yuan« nicht vor der Recherche in einem Lepradorf zurückschreckt. Die Literatur ist geprägt von autofiktionalen Elementen, Fiktionsbrüchen und Verfremdungseffekten, die ein postmodernes Verwirrspiel um Wahrheit und Lüge schaffen. Das zentrale Thema ist oft das Erzählen selbst, das bei Ma Yuan gebrochen und „beschädigt“ ist. Auf verschlungenen Pfaden gelingt es ihm, Verbindungen jenseits der Kausalität herzustellen, etwa durch Traumlogik oder Assoziation. Immer wieder wird deutlich, dass jede Narration auch Lüge und Täuschung ist. Das exotische Bild Tibets, das junge chinesische Abenteurer anzieht, wird ebenso hinterfragt wie der Versuch, das Leben der Einheimischen literarisch zu verwerten. Ma Yuans Erzählungen bestechen durch präzise Milieubeschreibungen und viel Lokalkolorit. Sie werfen ein neues Licht auf das Künstlermilieu der achtziger Jahre und den Alltag des kulturell und ethnisch vielfältigen Lhasa. Das postrevolutionäre China und das besetzte Tibet erscheinen in einem neuen Licht, während verbreitete Klischees unterlaufen werden.

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Drei Arten, Papierdrachen zu falten, Yuan Ma

Sprache
Erscheinungsdatum
2023
Einband
(Paperback)
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Titel
Drei Arten, Papierdrachen zu falten
Untertitel
Deutsche Erstausgabe. Ausgewählt und aus dem Chinesischen übertragen von Julia Veihelmann.
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Yuan Ma
Erscheinungsdatum
2023
Einband
Paperback
Seitenzahl
340
ISBN10
3965870718
ISBN13
9783965870710
Reihe
Kategorien
Schlagwörter
Historisches Thema
Bewertung
3 von 5 Sternen
Beschreibung
Ma Yuans Erzählungen entführen in die tibetische Hauptstadt Lhasa und den Transhimalaya. Eine Expedition sucht nach einem angeblichen Schneemenschen und einem riesigen Schafsschädel. In einem maoistischen Lager in Nordchina löst ein Streit um eine verschwundene Armeemütze eine dramatische Kettenreaktion aus, während die Figur »Ma Yuan« nicht vor der Recherche in einem Lepradorf zurückschreckt. Die Literatur ist geprägt von autofiktionalen Elementen, Fiktionsbrüchen und Verfremdungseffekten, die ein postmodernes Verwirrspiel um Wahrheit und Lüge schaffen. Das zentrale Thema ist oft das Erzählen selbst, das bei Ma Yuan gebrochen und „beschädigt“ ist. Auf verschlungenen Pfaden gelingt es ihm, Verbindungen jenseits der Kausalität herzustellen, etwa durch Traumlogik oder Assoziation. Immer wieder wird deutlich, dass jede Narration auch Lüge und Täuschung ist. Das exotische Bild Tibets, das junge chinesische Abenteurer anzieht, wird ebenso hinterfragt wie der Versuch, das Leben der Einheimischen literarisch zu verwerten. Ma Yuans Erzählungen bestechen durch präzise Milieubeschreibungen und viel Lokalkolorit. Sie werfen ein neues Licht auf das Künstlermilieu der achtziger Jahre und den Alltag des kulturell und ethnisch vielfältigen Lhasa. Das postrevolutionäre China und das besetzte Tibet erscheinen in einem neuen Licht, während verbreitete Klischees unterlaufen werden.