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Musik berechnen

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In einem Essay aus dem Jahr 2007 wird die Frage behandelt, ob eine axiomatische Methode entwickelt werden kann, um den Tonraum und das musikalische Material systematisch und mathematisch zu ordnen, anstatt in einem willkürlichen System, wie es in der westlichen Harmonik der Fall ist. Diese Vision könnte es ermöglichen, sämtliche Tonsysteme der Welt in einem Handbuch zu vereinen. Dennoch bleibt das Wesen der Musik, mit ihren oft rätselhaften Wirkungsmechanismen, unerklärlich, da ein solches System lediglich die Organisation der Musik beschreibt. Besonders in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde diese Organisation zunehmend mathematisch erfasst, was nicht nur der Informationstheorie zu verdanken ist. Eine auf Formeln basierende Klanggestaltung bietet universelle Anwendbarkeit und ermöglicht Rückschlüsse sowie Analogien zur Physik. Dadurch können natürliche Klangphänomene, wie das Rascheln von Blättern oder das Prasseln von Regentropfen, in ihre konstituierenden Elemente zerlegt werden, um diese für die individuelle Klangrealisation nutzbar zu machen. Die Krise des musikalischen Materials, die auf die Verknappung der Alternativen hinweist, könnte durch die freie Beherrschung des Klangs überwunden werden.

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Musik berechnen, Bruno Desse

Sprache
Erscheinungsdatum
2008
Einband
(Paperback)
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Titel
Musik berechnen
Autor*innen
Bruno Desse
Erscheinungsdatum
2008
Einband
Paperback
Seitenzahl
64
ISBN10
3640118529
ISBN13
9783640118526
Reihe
Beschreibung
In einem Essay aus dem Jahr 2007 wird die Frage behandelt, ob eine axiomatische Methode entwickelt werden kann, um den Tonraum und das musikalische Material systematisch und mathematisch zu ordnen, anstatt in einem willkürlichen System, wie es in der westlichen Harmonik der Fall ist. Diese Vision könnte es ermöglichen, sämtliche Tonsysteme der Welt in einem Handbuch zu vereinen. Dennoch bleibt das Wesen der Musik, mit ihren oft rätselhaften Wirkungsmechanismen, unerklärlich, da ein solches System lediglich die Organisation der Musik beschreibt. Besonders in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde diese Organisation zunehmend mathematisch erfasst, was nicht nur der Informationstheorie zu verdanken ist. Eine auf Formeln basierende Klanggestaltung bietet universelle Anwendbarkeit und ermöglicht Rückschlüsse sowie Analogien zur Physik. Dadurch können natürliche Klangphänomene, wie das Rascheln von Blättern oder das Prasseln von Regentropfen, in ihre konstituierenden Elemente zerlegt werden, um diese für die individuelle Klangrealisation nutzbar zu machen. Die Krise des musikalischen Materials, die auf die Verknappung der Alternativen hinweist, könnte durch die freie Beherrschung des Klangs überwunden werden.