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Zwölf Spaziergänge durch Venedig

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  • 115 Seiten
  • 5 Lesestunden

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Der erste Spaziergang beginnt mit dem lauten Ruf „Castello San Marco“, und die Touristen strömen vom Boot. Unter ihnen eine junge Mutter mit einem Kinderwagen, die lässig über den Steg schiebt, während blonde Mädchen kichern und drängeln. Die Szenerie ist geprägt von Sonnenhüten, Fotoapparaten und einer bunten Mischung aus Touristen. Plötzlich umgibt mich eine unerwartete Leere, nur wenige Reiseführer und Schirmmützen sind noch sichtbar. Das motoscato gleitet an der Menschenmenge vorbei, die sich die Ponte della Paqlia hinaufdrängt und dann wieder hinab. Die Straße wird breiter, während Treppen schützend über schmale Kanäle führen. Das Boot fährt weiter, vorbei an der wehrhaften Anlage des Arsenals, unter einem klaren blauen Himmel. Es zieht in Richtung der Bäume und Büsche, wo grüne Flächen aus dem Wasser wachsen. Büsten von Verdi, Wagner und Carducci blicken auf die Passanten. Das Wasser glitzert, während ich bei „Giardini Pubblici“ aussteige und in der Bar „Paradiso“ einen Espresso bestelle. Die ersten Besucher der Biennale kommen an, während Boote ruhig über den Canal Grande fahren. Ich beobachte San Giorgio mit seinem blassen Helm, der distanziert zur Kirche Santa Maria della Salute steht. An diesem Donnerstagmorgen bin ich der einzige Gast in diesem Paradies aus Kirchen, Wasser und Palästen, umgeben nur vom Tuckern der Motorboote und der Stille der Bäume.

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Zwölf Spaziergänge durch Venedig, Ulrike Rauh

Sprache
Erscheinungsdatum
2003,
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Gebraucht - Gut
Preis
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Titel
Zwölf Spaziergänge durch Venedig
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Ulrike Rauh
Erscheinungsdatum
2003
Seitenzahl
115
ISBN10
3932497961
ISBN13
9783932497964
Reihe
Schlagwörter
Reisen, Kunst, Europa, Italien, Venedig
Beschreibung
Der erste Spaziergang beginnt mit dem lauten Ruf „Castello San Marco“, und die Touristen strömen vom Boot. Unter ihnen eine junge Mutter mit einem Kinderwagen, die lässig über den Steg schiebt, während blonde Mädchen kichern und drängeln. Die Szenerie ist geprägt von Sonnenhüten, Fotoapparaten und einer bunten Mischung aus Touristen. Plötzlich umgibt mich eine unerwartete Leere, nur wenige Reiseführer und Schirmmützen sind noch sichtbar. Das motoscato gleitet an der Menschenmenge vorbei, die sich die Ponte della Paqlia hinaufdrängt und dann wieder hinab. Die Straße wird breiter, während Treppen schützend über schmale Kanäle führen. Das Boot fährt weiter, vorbei an der wehrhaften Anlage des Arsenals, unter einem klaren blauen Himmel. Es zieht in Richtung der Bäume und Büsche, wo grüne Flächen aus dem Wasser wachsen. Büsten von Verdi, Wagner und Carducci blicken auf die Passanten. Das Wasser glitzert, während ich bei „Giardini Pubblici“ aussteige und in der Bar „Paradiso“ einen Espresso bestelle. Die ersten Besucher der Biennale kommen an, während Boote ruhig über den Canal Grande fahren. Ich beobachte San Giorgio mit seinem blassen Helm, der distanziert zur Kirche Santa Maria della Salute steht. An diesem Donnerstagmorgen bin ich der einzige Gast in diesem Paradies aus Kirchen, Wasser und Palästen, umgeben nur vom Tuckern der Motorboote und der Stille der Bäume.