
Philosophie und Physik
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Grundlagenfragen wissenschaftlicher Theorien gehören zu den schwer zu beantwortenden Problemen, da bereits ihre Formulierung ein Feld des Disputs darstellt und Lösungsvorschläge selten allgemein akzeptiert werden. Es gibt verschiedene Gründe, warum Philosophen und Physiker gemeinsam bestimmte Fragen behandeln, wobei einige Fragen eher von der einen oder anderen Seite aufgeworfen werden. Klare Grenzen des wissenschaftlichen Kosmos sind dabei oft nicht festgelegt. Dennoch werden einige Probleme von beiden Seiten angesprochen, manchmal in der Hoffnung, gemeinsam Lösungen zu finden. Ob diese Hoffnung rational gerechtfertigt ist, bleibt unklar. Es wird allgemein akzeptiert, dass theoretische Probleme auch auf metatheoretischer Ebene analysiert werden. Angesichts der zunehmenden Zweifel an traditionellen Auffassungen empirisch-wissenschaftlicher Theorien stellt sich die Frage, ob eine Charakterisierung des Verhältnisses von Theorie und Metatheorie angemessen ist, die den Objektbereich durch ein Zweisprachenmodell empirisch-theoretischer Begriffe abbildet. Dieses Modell sollte unabhängig von seinen verschiedenen Ausformungen den semantischen Bezug des Geltungsanspruchs empirischer Theorien sichern und transparent machen, was für die Hauptziele der Theorienbildung – die Voraussage und Erklärung von Ereignissen – von Bedeutung ist.
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Philosophie und Physik, Rudolf Haller
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 1975
- Einband
- (Paperback)
Keiner hat bisher bewertet.
- Titel
- Philosophie und Physik
- Sprache
- Deutsch
- Autor*innen
- Rudolf Haller
- Verlag
- Vieweg
- Erscheinungsdatum
- 1975
- Einband
- Paperback
- Seitenzahl
- 138
- ISBN10
- 3528083352
- ISBN13
- 9783528083359
- Reihe
- Beschreibung
- Grundlagenfragen wissenschaftlicher Theorien gehören zu den schwer zu beantwortenden Problemen, da bereits ihre Formulierung ein Feld des Disputs darstellt und Lösungsvorschläge selten allgemein akzeptiert werden. Es gibt verschiedene Gründe, warum Philosophen und Physiker gemeinsam bestimmte Fragen behandeln, wobei einige Fragen eher von der einen oder anderen Seite aufgeworfen werden. Klare Grenzen des wissenschaftlichen Kosmos sind dabei oft nicht festgelegt. Dennoch werden einige Probleme von beiden Seiten angesprochen, manchmal in der Hoffnung, gemeinsam Lösungen zu finden. Ob diese Hoffnung rational gerechtfertigt ist, bleibt unklar. Es wird allgemein akzeptiert, dass theoretische Probleme auch auf metatheoretischer Ebene analysiert werden. Angesichts der zunehmenden Zweifel an traditionellen Auffassungen empirisch-wissenschaftlicher Theorien stellt sich die Frage, ob eine Charakterisierung des Verhältnisses von Theorie und Metatheorie angemessen ist, die den Objektbereich durch ein Zweisprachenmodell empirisch-theoretischer Begriffe abbildet. Dieses Modell sollte unabhängig von seinen verschiedenen Ausformungen den semantischen Bezug des Geltungsanspruchs empirischer Theorien sichern und transparent machen, was für die Hauptziele der Theorienbildung – die Voraussage und Erklärung von Ereignissen – von Bedeutung ist.