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Die unbequeme Vergangenheit 11111

Vom Umgang mit Staatsverbrechen in Russland und anderswo

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Die Sowjetdiktatur war von unvorstellbaren Staatsverbrechen geprägt, insbesondere zwischen der Oktoberrevolution 1917 und dem Tod Josef Stalins 1953. Diese Zeit umfasst den Bürgerkrieg, die Säuberungen, das Gulag-System und zahlreiche Akte massiver staatlicher Gewalt. Der Philologe und Kulturwissenschaftler Nikolai Epplée untersucht den Umgang mit diesen Verbrechen in der Sowjetunion und im postsowjetischen Russland von 1953 bis 2019. Er stellt fest, dass es in Russland nie eine kritische Erinnerung an die Verbrechen gab, die Verantwortlichkeiten aufarbeitet und Konsequenzen für die Zukunft zieht. Trotz der Gründung zahlreicher zivilgesellschaftlicher Initiativen für neue Formen des Gedenkens sind diese unter Wladimir Putins Herrschaft zunehmend repressiven Maßnahmen und Verboten ausgesetzt. Gleichzeitig erfährt Stalin eine Rehabilitierung, die in einer heroisch ausgerichteten, politisch instrumentalisierten Nationalgeschichtsschreibung mündet. Der Autor vergleicht den Umgang mit Staatsverbrechen in Ländern wie Argentinien, Spanien, Südafrika, Polen, Deutschland und Japan und zieht daraus Schlüsse für Russland. Er plädiert für einen Umgang mit der verbrecherischen Vergangenheit, der auch Konsequenzen für die Gegenwart und Zukunft der russischen Gesellschaft hätte.

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Die unbequeme Vergangenheit 11111, Nikolai Epplée

Sprache
Erscheinungsdatum
2024
Einband
(Paperback),
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Titel
Die unbequeme Vergangenheit 11111
Untertitel
Vom Umgang mit Staatsverbrechen in Russland und anderswo
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Nikolai Epplée
Erscheinungsdatum
2024
Einband
Paperback
ISBN10
3742511114
ISBN13
9783742511119
Reihe
Schlagwörter
Beschreibung
Die Sowjetdiktatur war von unvorstellbaren Staatsverbrechen geprägt, insbesondere zwischen der Oktoberrevolution 1917 und dem Tod Josef Stalins 1953. Diese Zeit umfasst den Bürgerkrieg, die Säuberungen, das Gulag-System und zahlreiche Akte massiver staatlicher Gewalt. Der Philologe und Kulturwissenschaftler Nikolai Epplée untersucht den Umgang mit diesen Verbrechen in der Sowjetunion und im postsowjetischen Russland von 1953 bis 2019. Er stellt fest, dass es in Russland nie eine kritische Erinnerung an die Verbrechen gab, die Verantwortlichkeiten aufarbeitet und Konsequenzen für die Zukunft zieht. Trotz der Gründung zahlreicher zivilgesellschaftlicher Initiativen für neue Formen des Gedenkens sind diese unter Wladimir Putins Herrschaft zunehmend repressiven Maßnahmen und Verboten ausgesetzt. Gleichzeitig erfährt Stalin eine Rehabilitierung, die in einer heroisch ausgerichteten, politisch instrumentalisierten Nationalgeschichtsschreibung mündet. Der Autor vergleicht den Umgang mit Staatsverbrechen in Ländern wie Argentinien, Spanien, Südafrika, Polen, Deutschland und Japan und zieht daraus Schlüsse für Russland. Er plädiert für einen Umgang mit der verbrecherischen Vergangenheit, der auch Konsequenzen für die Gegenwart und Zukunft der russischen Gesellschaft hätte.