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Philosophie und Medizin

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  • 177 Seiten
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Im Zentrum der Philosophie steht das Nachdenken über den Menschen und die Welt, was auch für die Medizin gilt. Hippokrates beschreibt den Arzt als einen Philosophen, der nach Lebensweisheit strebt und damit gottgleich wird. Galen betont, dass ein hervorragender Arzt auch Philosoph sein muss, da die Medizin in enger Verbindung mit der Philosophie sachgemäß betrieben werden kann. In den letzten 200 Jahren hat sich jedoch ein bedeutender Wandel vollzogen: Die Medizin hat sich von ihrem philosophisch-spekulativen Ursprung gelöst und sich den Naturwissenschaften zugewandt. Dies führte dazu, dass die Philosophie die leibliche Dimension des Menschseins ausklammerte und sich zu einer rein geisteswissenschaftlichen Disziplin entwickelte. Beide Disziplinen leiden unter den Defiziten einseitiger Spezialisierung. Die Philosophie kann dem Menschen nicht mehr das bieten, was die naturwissenschaftliche Medizin ihm schuldig bleibt. Aktuell vollziehen beide Bereiche jedoch eine Entwicklung. Die Medizin, mit ihren Möglichkeiten zur Lebensverlängerung, Genmanipulation und Schaffung von Chimären, wirft Fragen auf, die sie selbst nicht beantworten kann. Dies erfordert ein sensibilisiertes philosophisches Bewusstsein und macht die gegenseitige Abhängigkeit von Philosophie und Medizin deutlich.

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Philosophie und Medizin, Peter Stulz, Dominic Kaegi, Emma Rudolph

Sprache
Erscheinungsdatum
2006
Einband
(Paperback),
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Gebraucht - Gut
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€ 6,09

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Titel
Philosophie und Medizin
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2006
Einband
Paperback
Seitenzahl
177
ISBN10
3034007590
ISBN13
9783034007597
Reihe
Beschreibung
Im Zentrum der Philosophie steht das Nachdenken über den Menschen und die Welt, was auch für die Medizin gilt. Hippokrates beschreibt den Arzt als einen Philosophen, der nach Lebensweisheit strebt und damit gottgleich wird. Galen betont, dass ein hervorragender Arzt auch Philosoph sein muss, da die Medizin in enger Verbindung mit der Philosophie sachgemäß betrieben werden kann. In den letzten 200 Jahren hat sich jedoch ein bedeutender Wandel vollzogen: Die Medizin hat sich von ihrem philosophisch-spekulativen Ursprung gelöst und sich den Naturwissenschaften zugewandt. Dies führte dazu, dass die Philosophie die leibliche Dimension des Menschseins ausklammerte und sich zu einer rein geisteswissenschaftlichen Disziplin entwickelte. Beide Disziplinen leiden unter den Defiziten einseitiger Spezialisierung. Die Philosophie kann dem Menschen nicht mehr das bieten, was die naturwissenschaftliche Medizin ihm schuldig bleibt. Aktuell vollziehen beide Bereiche jedoch eine Entwicklung. Die Medizin, mit ihren Möglichkeiten zur Lebensverlängerung, Genmanipulation und Schaffung von Chimären, wirft Fragen auf, die sie selbst nicht beantworten kann. Dies erfordert ein sensibilisiertes philosophisches Bewusstsein und macht die gegenseitige Abhängigkeit von Philosophie und Medizin deutlich.