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Die Begriffe Migrationsbewegung und Mobilität stehen in direktem Zusammenhang mit dem freien Warenverkehr und Kapitalverschiebungen. In einer Zeit, in der Europa mit einer Identitätskrise und dem Unvermögen, machtpolitische Verantwortung zu übernehmen, konfrontiert ist, haben Themen wie Grenzen, Konflikte und Flucht an Bedeutung gewonnen. Ereignisse wie der „arabische Frühling“ und die Situation um Lampedusa haben die Aufmerksamkeit auf die Flüchtlingspolitik zentraler europäischer Länder gelenkt, die oft von Abschiebungsstrategien geprägt ist. Diese Entwicklungen haben auch andere Länder beeinflusst, die ähnliche Entscheidungen treffen. Die staatlichen Strategien zur Sanktionierung von Ungehorsam zeigen eine eigene Dynamik. Zivilgesellschaftliche Reaktionen, wie die Bemühungen ganzer Gemeinden, die Abschiebung integrierter Familien zu verhindern, repräsentieren neue Ansätze gelebter Toleranz und christlicher Nächstenliebe. Die Medialisierung dieser Ereignisse führt dazu, dass sie auf einer Metaebene weiterentwickelt werden. In diesem Kontext wird der medientheoretischen Radikalisierung des Blickes eine besondere Rolle zugeschrieben. (Michael Petrowitsch) [Diese Publikation dokumentiert das Projekt Borderline im Rahmen von Maribor, Europäische Kulturhauptstadt 2012, 6. – 20. Oktober 2012.]

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Borderline, Elisabeth Fiedler, Jasmina Cibic, Marina Brandtner, Michael Petrowitsch

Sprache
Erscheinungsdatum
2013,
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Titel
Borderline
Erscheinungsdatum
2013
Seitenzahl
159
ISBN10
3990282719
ISBN13
9783990282717
Reihe
Schlagwörter
Kunst
Beschreibung
Die Begriffe Migrationsbewegung und Mobilität stehen in direktem Zusammenhang mit dem freien Warenverkehr und Kapitalverschiebungen. In einer Zeit, in der Europa mit einer Identitätskrise und dem Unvermögen, machtpolitische Verantwortung zu übernehmen, konfrontiert ist, haben Themen wie Grenzen, Konflikte und Flucht an Bedeutung gewonnen. Ereignisse wie der „arabische Frühling“ und die Situation um Lampedusa haben die Aufmerksamkeit auf die Flüchtlingspolitik zentraler europäischer Länder gelenkt, die oft von Abschiebungsstrategien geprägt ist. Diese Entwicklungen haben auch andere Länder beeinflusst, die ähnliche Entscheidungen treffen. Die staatlichen Strategien zur Sanktionierung von Ungehorsam zeigen eine eigene Dynamik. Zivilgesellschaftliche Reaktionen, wie die Bemühungen ganzer Gemeinden, die Abschiebung integrierter Familien zu verhindern, repräsentieren neue Ansätze gelebter Toleranz und christlicher Nächstenliebe. Die Medialisierung dieser Ereignisse führt dazu, dass sie auf einer Metaebene weiterentwickelt werden. In diesem Kontext wird der medientheoretischen Radikalisierung des Blickes eine besondere Rolle zugeschrieben. (Michael Petrowitsch) [Diese Publikation dokumentiert das Projekt Borderline im Rahmen von Maribor, Europäische Kulturhauptstadt 2012, 6. – 20. Oktober 2012.]