Kaum einer kennt ihn mehr, den Mann, der Hermann Göring das Geld beschaffte: Johannes Popitz war ein Spitzenbeamter in der Weimarer Republik und im »Dritten Reich« der Finanzminister Görings. Gleichzeitig gehörte er, als einziger aktiver Minister, dem Widerstand an und konspirierte mit Ulrich von Hassell und Carl Goerdeler gegen Hitler. Die Historikerin Anne C. Nagel fügt die Widersprüche dieses Lebens zur umfassenden Biographie: Görings Finanzminister war ein kultivierter Bürger, ein Liebhaber Goethes und Fontanes. Er besaß den Mut, seinem Gewissen zu folgen, spielte ein doppeltes Spiel und verlor. Am 2. Februar 1945 wurde Johannes Popitz von den Nationalsozialisten hingerichtet.
Anne Christine Nagel Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)


Hitlers Bildungsreformer
Das Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung 1934-1945
- 448 Seiten
- 16 Lesestunden
Erstmals erforscht: Hitlers Kultusministerium. Mit großem Eifer machte sich Bernhard Rust, alter Kampfgefährte Hitlers, nach seiner Ernennung zum Reichskultusminister daran, seine Vorstellungen einer nationalsozialistischen Schul- und Hochschulpolitik durchzusetzen. Zentralisierungswahn setze ein, doch nicht nur gegen konservative Widerstände, auch gegen Erzrivalen Joseph Goebbels konnten Rust und sein Ministerium sich nicht immer durchsetzen. Die Historikerin Anne C. Nagel hat die Geschichte dieses nationalen Erziehungsministeriums – ein Unikum der deutschen Geschichte – erstmals grundlegend erforscht: Ein fundiertes und leicht lesbares Standardwerk zur deutschen Bildungsgeschichte – mit überraschenden Einsichten über die Wurzeln so mancher heutigen Debatte.