Enttäuschung ist das erste und letzte Wort in dem Roman Das Chagrinleder, der zu den ersten großen literarischen Erfolgen Honoré de Balzacs zählt. Das Buch schildert den Leidensweg des genial begabten Jünglings Raphael de Valentin, der in seiner elenden Dachkammer hungert und friert, dabei als Dichter und Forscher zu fernen hohen Zielen strebt, bis er sein Herz an eine Dame der Gesellschaft verliert, die aber nur gefallsüchtig mit ihm spielt. Der Held kommt in den Besitz eines Lederstückes, eines Talismans, der alle Wünsche erfüllt, dabei aber zusammenschrumpft und mit jedem Wunsch das Leben seines Besitzers verkürzt. Als Valentin, nach Erfüllung zahlreicher Wünsche, das ernste Geheimnis des Talismans bewußt wird, weicht er jedem Begehren aus. Umsonst. Der Kampf gegen die, wenn auch verhaltene, doch unbesiegbare Begehrlichkeit der eigenen, wie aller menschlichen Natur ist aussichtslos. Goethe hat diesen Roman noch gelesen und ihn in seinem Tagebuch als »ein vortreffliches Werk neuester Art« vermerkt.
György Rónay Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)




Saint-Exupéry zollt den „elementaren Gottheiten – Nacht, Tag, Berg, Meer und Sturm“ Tribut und verwandelt einen Bericht über einen routinemäßigen Postflug von Frankreich nach Nordafrika in eine epische Darstellung der Pioniertage der kommerziellen Luftfahrt. Das Buch ist auch eine eindringliche Reminiszenz an eine tragische Affäre, in der die Ungewissheiten von Liebe und Flug das Geheimnis des jeweils anderen verstärken. Jacques Bernis ist Pilot auf den Linien Latécoère, die die Post von Toulouse nach Casablanca und Dakar transportieren. Einsam zieht er sich in seine Kabine zurück, um dem monotonen Leben der Nachkriegsjahre zu entfliehen. Eines Tages trifft er Geneviève, die verheiratet ist. Bernis beschließt, aus seinem Kokon auszubrechen, und geht mit ihr auf Abenteuer, doch das Leben, das er ihr anbietet, kann ihr nicht genügen, weshalb er sie zu ihrem Ehemann zurückbringt. Der Roman ist durchzogen von der fragmentarischen und tragischen Erzählung dieser Liebe.
Autor nechává příběh běžet ve dvou časových rovinách. Ke konci druhé světové války, která mu poskytuje modelovou situaci a vytváří klíčový moment pozdějšího vnitřního konfliktu hlavního hrdiny, a o patnáct let později. Ústřední postava - lékárník Kálmán Kerekes - je člověk, který jako šedesátiletý se dopoští ze strachu a slabošství činu, jenž ho pronásleduje po zbytek života. Svou zbabělostí zaviní smrt dvou lidí. Tento moment zůstává jako trvalá vnitřní jizva, kterou nic nemůže překrýt. Pocit viny, především však strach z odhalení, formují život Kálmána Kerekese, nedopřávají mu chvilku pokoje a štěstí. Pod tímto tlakem se zprostředkovaně ocitají i Kerekesova žena a syn, takže ani jejich životy se neodvíjejí v pohodě a klidu. Autor staví celý příběh provinění, utrpení z pocitu viny a nezbytné odplaty citlivě a nezaujatě. Jeho viník není však klasickým provinilcem, ale člověkem, který především zničil sebe, svou důstojnost, neboť se provinil proti lidskosti a tím proti sobě.
Perzsa levelek. (Lettres persanes. Ford. Rónay György. 2. kiad.).
- 374 Seiten
- 14 Lesestunden