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Claus Bremer

    Die Zürcher Unruhe
    Mitspiel
    Díchter unbekannt
    Dichter unbekannt
    Die Nashörner
    • Mitspiel

      • 415 Seiten
      • 15 Lesestunden

      Wie werden aus Zuschauern Mitspieler? Was gegenwärtig in der Kunst Hochkonjunktur hat und was Theatermacher wie Rimini Protokoll praktizieren – die Partizipation des Publikums und die Mobilisierung des Zuschauers – besitzt eine Vorgeschichte: Seit 1958 konzipierte der Dramaturg und Poet Claus Bremer neue Spielweisen des Theaters, die er parallel zur 'offenen Form' in der Musik, den interaktiven Methoden der kinetischen Kunst und den Textkonstellationen der Konkreten Poesie entwickelte. Seine wichtigsten Texte zum Theater liegen nun erstmalig und mit Anmerkungen versehen vor. 'der autor fordert die schauspieler zum mitspielen auf. die schauspieler fordern durch ihr mitspielen die zuschauer zum mitspielen auf. das mitspielen der zuschauer fordert die schauspieler zum mitspielen auf, deren mitspielen wieder die zuschauer zum mitspielen auffordert usw.' Claus Bremer, „versuche mit festgelegten und nicht festgelegten aufführungen“, 1963 'Claus Bremer und Daniel Spoerri wurden meine großen Brüder.'Bazon Brock, 2012

      Mitspiel2014
    • Die Nashörner

      • 110 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Eugene Ionesco gilt nicht allein als Begründer eines besonderen dramatischen Stils. Seit seinem ersten großen Erfolg mit ›Die kahle Sängerin‹ (1950) feierten Kritiker und Publikum in seinem absurden Theater das moderne Theater schlechthin.In seinem nach wie vor berühmtesten Stück ›Die Nashömer‹ protokol-liert Ionesco die Verwandlung einer ganzen Stadt in eine Schar schnaubender, mörderischer Dickhäuter. So, als sei das Normale heute schon Heldentum, entgeht einzig der ganz gewöhnliche, aber freie und verantwortungsbewußte Behringer der grausigen Verwandlung. »Behringer ist das, was lonesco später ›Helden der Arrièregarde‹ genannt hat, die sich bösem Fortschritt, verhängnisvollen Entwicklungen entgegenstemmen, die am Platz bleiben, ›Mensch‹ sind und nicht ›neuer Menseh‹ werden, gegen Zukunftsglauben als Aberglauben. Die Metamorphose ›vom Schmetterling zur Raupe‹, vom fliegenden zum trampelnden Wesen, vom träumenden Einsamen zum grunzenden Herdentier wird verweigert... Ionesco hat die Ausbreitung des politischen Fanatismus wie die einer Epidemie in seinen Tagebüchern der Bukarester Zeit verzeichnet und dort schon das Bild von den Nashörnern gebraucht, das ihm zu den zoologischen Begriffen der Eisernen Garde, der Befreiung des Instinkts, des Vitalen paßte.« (François Bondy).Und so erweist sich das Absurde in diesem Stück als zeitgemäße Formulierung der Humanität.

      Die Nashörner2009
      3,3