Hoffnung, Aufbegehren, Scheinheiligkeit und Unterdrückung – Der große Roman über die ägyptische Revolution zum 10. Jahrestag des Arabischen Frühlings Kairo, 25. Januar 2011, 25.000 Menschen demonstrieren gegen Mubarak. Sie träumen von der großen Veränderung, doch während in der euphorischen Menge Liebesbeziehungen aufblühen, wird der Bürgerrechtler Khaled vor den Augen aller ermordet. Seine Freundin Dania will ihren Widerstand nicht aufgeben – und sei es gegen den eigenen Vater, den bigotten Geheimdienstchef, der islamische Werte predigt und heimlich Pornos schaut. Al-Aswanis Figuren verkörpern in diesem mitreißenden Buch, das in Ägypten verboten wurde, alle Facetten der Revolution, die für jede von ihnen einen Wendepunkt in ihrem Schicksal bedeutet. Ein unvergessliches Porträt der modernen ägyptischen Gesellschaft.
Alaa el Aswany Bücher







Der Automobilclub von Kairo
- 656 Seiten
- 23 Lesestunden
Der neue Roman vom wichtigsten Autor Ägyptens Ende der 1940er Jahre herrschen im Automobilclub von Kairo unter den surrenden Ventilatoren Extravaganz und Dekadenz: Paschas, Monarchen und Diplomaten gehen ein und aus. Auch der König zählt zu den Stammgästen, er kommt regelmäßig zum Pokerspielen und sucht die schönsten Frauen für die Nacht. Den Reichen zu Diensten steht eine Armada von schlechtbezahlten, schikanierten Dienern, Kellnern und Köchen – bis sie den Aufstand proben. In seinem Roman ›Der Automibilclub von Kairo‹ erzählt Alaa al-Aswani von Herrschaft und Diktatur und lässt einen Mikrokosmos lebendig werden, der für die Zerrissenheit eines ganzen Landes, seiner Heimat Ägypten, steht. Sprachgewaltig, nuanciert und verblüffend nah an unserer Gegenwart.
Ich wollt, ich würd Ägypter, wenn ichs nicht schon wär.
Chicago
- 465 Seiten
- 17 Lesestunden
Histologie, die Lehre vom Gewebe, sei, so heisst es einmal in „Chicago“, grundlegend für das Erkennen aller Krankheiten und damit die Möglichkeit ihrer Behandlung. Was läge also näher, als einen Roman, der alle möglichen interkulturellen Verhaltensmuster zeigt, „gesunde“ und „kranke“, an einem Institut für Histologie anzusiedeln? Alaa al-Aswani nimmt dasjenige an der Universität von Chicago, wo er selbst den Dr. med. dent. erworben hat. Es ist ein buntes Volk, das sich dort trifft: Männer und Frauen, Amerikaner und Ägypter, Studierende und Dozierende. Sie lieben Ägypten und verabscheuen die USA oder umgekehrt, und sie bewältigen unterschiedlich gut den Umgang mit dem Fremden. Doch der Schatten des ägyptischen Staates folgt ihnen in Form des Geheimdienstapparats. Alle ahnten es schon immer. Gewissheit erhalten sie angesichts eines hohen Besuchs vom Nil. Wie schon im „Jakubijân-Bau“ gelingt es Alaa al-Aswani auch in „Chicago“, Privates, Öffentliches und Politisches einfühlsam und spannend zu verknüpfen. Und dies in einer globalisierten Welt nach den Anschlägen vom 11. September 2001.
Die Armen wohnen oben, in kleinen Kabüffchen auf dem Dach, während darunter ein teilenteigneter Grundbesitzer, ein Chefredakteur, ein Neureicher und viele andere wohnen. Die Leben der Bewohner verweben sich auf vielfältige Weise, und das Haus wird zum Mikrokosmos Ägyptens. Der Roman thematisiert viele Aspekte des Lebens in Ägypten, über die selten offen gesprochen wird. Ein junger Mann scheitert an der Polizeischule, weil sein Vater Türhüter ist. Ein wohlhabender Journalist hält einen armen Oberägypten als Liebhaber. Geistliche predigen für Regierungspolitik oder Terror. Manche bereichern sich schamlos, während ein junges Mädchen, das für seine Familie sorgen muss, systematisch belästigt wird. Ehemalige Aristokraten träumen von besseren Zeiten, und in der Politik wird geschmiert, geschnüffelt und gefoltert. Diese facettenreiche Darstellung des täglichen Lebens hat für Aufregung gesorgt und das Buch zum Bestseller in Ägypten, Frankreich und Italien gemacht, insbesondere nach der Verfilmung, die auf renommierten Festivals ausgezeichnet wurde. Es bricht mit Tabus und behandelt Themen wie politische Korruption, Folter, islamischen Extremismus und Sexualität. Al-Aswani zeigt das Leben in all seinen Farben und betont die Bedeutung kleiner Glücksmomente, selbst im Elend.
Der Jakubijân-Bau. Roman aus Ägypten
- 384 Seiten
- 14 Lesestunden
In al-Aswanis Roman über ein Kairoer Wohnhaus leben die Armen beengt auf dem Dach, während in den unteren Etagen ein Grundbesitzer, ein Chefredakteur und kriminelle Neureiche neben enteigneten Adligen wohnen. Die Schicksale der Bewohner verweben sich und bilden einen Mikrokosmos für Ägypten.
Der große Alexandria-Roman des bedeutendsten arabischsprachigen Autors der Gegenwart: In den sechziger Jahren trifft sich eine Gruppe von Freunden – ein Grieche, ein Italiener, eine Französin sowie ein Jude und ein Araber – in einem Café in Alexandria, um Widerstand zu leisten gegen die ausländerfeindliche Politik der Regierung Nassers. Die bunte Gesellschaft spricht Arabisch miteinander, sie alle verstehen sich als Teil des kosmopolitischen Alexandria. Doch der Nationalismus der verblendeten Herrscher treibt sie auseinander und zerstört nicht nur ihre kleine Gemeinschaft, sondern die multikulturelle Essenz der legendären Hafenstadt. Spannend und mit schwarzem Humor erzählt Alaa al-Aswani von der vergebenen Chance einer offenen Gesellschaft in Nahost.
Nine short stories and a novella make up this latest offering by Alaa Al Aswany, author of The Yacoubian Building. As in that novel, Al Aswany dissects modern Egyptian society and reveals with skill and detachment the hypocrisy, violence, and abuse of power characteristic of a world in moral crisis. Here, though, the focus has shifted from the broad historical canvas to the minute stitches of pain that hold together an individual, a family, a school classroom, or the relationship between a man and a woman. Can a man so alienated from his society that he regards all its members as no better than microbes wriggling under a microscope survive within it? Can cynical religiosity triumph over human decency? Can a man put the thought of a delicious dish of beans behind him long enough to mourn his father's death? Alongside these wry questions, other, less mordant perspectives also have their place: an aging cabaret dancer bestows the blessing of a vanished world on her lover's son; a crippled boy wins subjective victory from objective disaster. In Friendly Fire, readers will find again the vivid, passionate characters of today's Cairo, clamoring to be heard.
Republika himbe
- 392 Seiten
- 14 Lesestunden

