François Seurel, Sohn eines Volksschullehrers in der nordfranzösischen Provinz, findet an einem Novembersonntag des Jahres 1890 in dem siebzehnjährigen Augustin Meaulnes einen langersehnten Freund. Die beiden Jungen sind »Schwärmer, Schlafwandler zwischen Traum und Wachen, enthusiastisch gebannt von den Reizen einer inneren Welt voller Schönheit und Liebe« (Ludwig Harig). Als Meaulnes in einem verwunschenen Herrenhaus der schönen Yvonne de Galais begegnet, sie aber gleich wieder aus den Augen verliert, macht er sich mit François auf eine Suche, die die intime Jugendfreunschaft auf die Probe stellen, und Jahre später in Paris die Geschicke beider Männer bestimmen wird. In Frankreich schnell zum Kultbuch avanciert, erzählt diese wehmutsvolle Geschichte von einem jungen Mann, »dessen Kindheit zu schön war«, und von der zauberhaften und tragischen Freundschaft zweier ungestümer Träumer, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch gleichermaßen von einer betörenden Frauengestalt in Bann gezogen werden. Eines der bedeutendsten Bücher des 20. Jahrhunderts: In seinem Roman verwebt Henri Alain-Fournier verwegen Traum, Phantasie und Wirklichkeit. Das Werk um die Vertreibung aus dem Paradies der kindlichen Erlebniskraft in die Realität des Erwachsenenlebens ist Weltliteratur – eindrucksvoll, einfühlsam, mitreißend.
Philippe Berthier Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)




Bibliothèque de la Pléiade - 2: Œuvres
Édition établie par Philippe Berthier - Chronologie par Bernard Degout
- 1632 Seiten
- 58 Lesestunden
Vater Goriot liebt seine Töchter über alles, sein hart erarbeitetes Vermögen wird jedoch von den beiden jungen Frauen bis auf den letzten Sou verprasst. Am Ende stirbt Goriot im schlechtesten Zimmer einer Pension, verlassen und völlig verarmt.
„Wie konnte ihr Vater so wenig väterlich fühlen? Welchen Verbrechens war Charles denn schuldig? Geheimnisvolle, unergründliche Fragen!“Reichtum, Geiz, verlorene Liebe; im Schatten ihres Vaters führt Eugénie ein trostloses Leben, bis sich alles schlagartig verändert. Ihr charmanter Cousin Charles kommt zu Besuch und stellt die Gefühlswelt des Mädchens auf den Kopf. Wilde Leidenschaft und Freude überschwemmen Eugénies Existenz, wäre da nicht ihr berechnender Vater. Für Eugénie beginnt ein Wettlauf von Hoffnung und Verlustängsten…Der französische Schriftsteller Honoré de Balzac (1799–1850) beschreibt mit seinen Erzählungen in dem Romanzyklus La Comédie humaine ein Bild der Gesellschaft in Frankreich zu seiner Lebenszeit. Das Werk der Eugénie Grandet zählt zu den Szenen aus dem Provinzleben.