Nachdem die erste Auflage seiner Kurzgeschichtensammlung schnell vergriffen war, hat der Autor Günter Tiede seinen ersten Roman veröffentlicht. In diesem Werk schildert Tiede das Leben in der DDR, die Wendewirren und die Herausforderungen im vereinten Deutschland. Gerald, der Protagonist, steht in der Mitte seines Lebens vor der Entscheidung, ob seine Karriere ihn noch glücklich machen kann und was er vom Leben erwartet. Seine berufliche Laufbahn begann vielversprechend mit unbeschwerten erotischen Abenteuern und einer angesehenen Position als Leiter des größten Kulturhauses. Mit der Wende kommen jedoch neue Herausforderungen, die er zunächst gut meistert. Trotz der Möglichkeit, sich zurückzulehnen, treibt ihn sein innerer Drang, Neues zu schaffen, in eine Sackgasse. Sein Traum, ein Haus am Meer zu besitzen, wird zur Motivation, alles hinter sich zu lassen und mit seiner Familie ein neues Abenteuer an der Ostsee zu beginnen. Der Roman erzählt episodenhaft von Geralds Suche nach Herausforderungen, seinen Rückschlägen und seinem unermüdlichen Mut, wieder aufzustehen. Auch als Corona und ein Herzinfarkt seine Existenz bedrohen, gibt er nicht auf. Er erkennt, dass die Liebe der Familie das Wichtigste im Leben ist. Der Roman thematisiert die Sehnsucht nach einem erfüllten Leben, tiefer Freundschaft und Glück, für das es niemals zu spät ist.
Günter Tiede Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)


Verpasste Gelegenheiten und andere Missverständnisse
- 265 Seiten
- 10 Lesestunden
Der Rostocker Unternehmer Günter Tiede erzählt Geschichten aus seinem Leben. In seinem Kieser Training stärkt er seit nunmehr dreizehn Jahren den Menschen den Rücken. Im vorliegenden Erzählband hat er diese Zeit verarbeitet. Auch sein Leben in Magdeburg, er war viele Jahre lang Geschäftsführer des AMO Kultur-und Kongreßhauses, leitete das Büro und Tagungscenter und das NEMO Freizeitbad, nimmt in seinen Stories breiten Raum ein. Sehr lesenswert dabei die jetzt schon exotisch anmutende Kulturarbeit und der Alltag in der DDR, die Wirren der Wende mit plötzlich in Massen auftretenden Revolutionären und der steinige Neuanfang in einem plötzlich vereinten Deutschland. Es ist ein leises, sehr persönliches Buch. Mit viel Poesie und Einfühlungsvermögen skizziert er Menschen, Orte und Landschaften die ihn auf seinen Weg berührt, begleitet, verletzt und belebt haben. Mit feinen Gespür beschreibt er vor allem Versäumnisse und Missverständnisse im Umgang miteinander und deren Absurdität im Zeichen der Vergänglichkeit. Auch die zunehmende Verrohung der Menschen treibt ihn um. Nicht zuletzt ist das Buch eine Liebeserklärung an seine neue Heimat Graal Müritz mit seiner einmaligen Landschaft und den dort lebenden Menschen.