Dieser Autor gilt als eine Schlüsselfigur der irischen Literatur des 20. Jahrhunderts und gewann mit seinem bizarren Humor und seiner modernistisch-metafiktionalen Herangehensweise eine breite Leserschaft. Seine englischsprachigen Romane veröffentlichte er unter dem Namen Flann O'Brien, während seine irischen Werke und Zeitungsbeiträge unter dem Pseudonym Myles na gCopaleen erschienen. Sein Schreiben erforscht häufig die Grenzen von Realität und Fiktion mit einer einzigartigen und ironischen Perspektive. Er wird für seine unverwechselbare Stimme und seinen innovativen Erzählstil gefeiert.
The Best of Myles brings together the "best" of Flann O'Brien's newspaper column "Cruiskeen Lawn," written over a nearly thirty-year period, Covering such subjects as plumbers, the justice system, and improbable inventions, O'Brien (whose real name was Brian O'Nolan, though his newspaper pseudonym was Myles na Gopaleen) is replete with zany humor and biting satire directed at the Irish and their preoccupations. Most of all, however, The Best of Myles displays O'Brien's unique mastery of language and style.
Wer einmal das Vergnügen hatte, einem Leseabend mit Harry Rowohlt beizuwohnen, weiß, dass es sich dabei nicht gerade um eine trockene Angelegenheit handelt. Die Lachtränen fließen beim Publikum und der Künstler selbst hat während seines Vortrags Guinness-Bier und Whiskey zur Hand. Kein Wunder, dass die Erzählung Durst von Flann O'Brien da regelmäßig zum Höhepunkt gerät. Auf seine unnachahmliche Weise liest, nein spielt Harry Rowohl diese Szene in einem irischen Pub nach der Sperrstunde: Ein hereinschneiender Polizist im Dienst soll durch eine durstmachende Geschichte des Wirts zum komplizenhaften Mittrinken veranlasst werden. Flann O'Brien-Fan und -Übersetzer Harry Rowohlt läuft bei dieser Live-Aufnahme aus dem Jahre 1997, bei der auch die Reaktionen des Publikums deutlich vernehmbar sind, wieder einmal zu großer Form auf. Als Interpret von Hörbüchern ist Harry Rowohlt ein Großer. Sein ganzes Talent aber zeigt sich nur live, wenn er mit trockenem Witz mit dem Publikum kommuniziert, mühelos zwischen den verschiedenen Rollen hin und her wechselt und sich alle Zuhörer unversehens in einen irischen Pub zwischen durstige Männer versetzt wähnen. --Christian Stahl Live-Aufnahme, 1 CD, Spieldauer ca. 44 Minuten.
Das Barmen erzählt die Geschichte von Bonaparte O’Coonassa, von seinem einzigen Schultag und seitherigen Müßiggang, seiner kurzen Ehe und noch kürzeren Vaterschaft, seiner Verurteilung zu neunundzwanzig Jahren Gefängnis, wo er »heil und sicher, gegen die Widrigkeiten des Lebens gefeit«, sein irisches Schicksal absitzt. Gnadenlos kommentiert Flann O’Brien das irische Leben schlechthin, mit einem satirischen Seitenblick auf »schwere Zeiten«, »Armut«, »Trunkenheit«, »geistige Getränke« und »Kartoffeln« in einer von Regen dampfenden Atmosphäre.
O’Brien berichtet von den seltsamen Ereignissen, die dem Ich-Erzähler zustoßen. Mit sechzehn verliert er seine Eltern und erbt Haus und Hof, ein Pub und den Verwalter John Divney inbegriffen. Aber dennoch bleibt er mausarm und widmet sich – statt seinem Anwesen – dem Studium des von ihm verehrten Gelehrten de Selby. Um diese Passion weiter alimentieren zu können, verübt er gar einen Raubmord. Bei der Auflösung dieses Mordes geschehen wunderliche Dinge mit komischen Gesetzeshütern, surrealen polizeilichen Dienstfahrten und alogisch tiefsinnigen Gesprächen. Der Clou des Romans? Lesen Sie selbst. Der dritte Polizist ist neben Auf Schwimmen-zwei-Vögel eines der wichtigsten Bücher von Flann O’Brien. Brillant entlarvt der irische Kultautor in diesem Meisterwerk des absurden Sprachwitzes die Torheit des Menschen mittels Ironie und Parodie.