Von der Unterdrückung zur Befreiung: in Roa Bastos' packendem Roman wird die grausame Geschichte Paraguays aufgerollt, vom blutigen 19. Jahrhundert über den Bauernaufstand des Jahres 1912 bis zur Präsidentschaft Stroessners. Ein farbenreiches, spannendes Buch, das mit Hundert Jahre Einsamkeit von Gabriel García Márquez zu den bleibenden Zeugnissen der modernen lateinamerikanischen Literatur gehört.
Augustos Roa Resfr Bastos Bücher
Augusto Roa Bastos, ein herausragender paraguayischer Romanautor und Novellist, zählt zu den bedeutendsten lateinamerikanischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Sein Werk, oft geprägt von Erfahrungen mit Diktaturen und Exil, setzt sich eindringlich mit der sozialen und historischen Landschaft Paraguays auseinander. Roa Bastos ist bekannt für seinen komplexen Stil, der Elemente des magischen Realismus, Guaraní-Sprache und barocke Rhetorik verbindet, um Themen wie Macht, Identität und Freiheit zu untersuchen. Seine Romane, die Mythen und Legenden kunstvoll mit historischen Ereignissen verknüpfen, bieten einen einzigartigen Einblick in die lateinamerikanische Realität.





Autoren im Exil
- 297 Seiten
- 11 Lesestunden
German, Spanish (translation)
Ich, der Allmächtige
- 559 Seiten
- 20 Lesestunden
An die Macht gekommen ist er wie alle Alleinherrscher, durch kluges Taktieren und Intrigieren. Doch ist er alles andere als die sture machthungrige Beschränktheit. Er ist der allseits Gebildete: seinen Rousseau und seinen Montesquieu, seinen Sade und seinen Montaigne hat er gelesen. Die Französische Revolution hat er studiert, und die amerikanische Unabhängigkeitserklärung betrachtet er quasi als seine eigene Charta. Er will das ein für allemal Richtige für Staat, Gesellschaft und Familie, bis hin zum letzten Glied. Hier spricht er selbst, der Ewige Diktator. Er, der monoman Diktierende, ist auch der Reflektierende, und seine höllische Suada ist zugleich eine Reflexion über das Schreiben. So ist "Ich der Allmächtige" ein Roman des Kontinents Lateinamerika, seiner Leiden und tiefen Demütigungen, seiner fundamentalen Vermischungen, seiner tropischen Inbrunst von Leben und Tod.