Eine Frau zwischen zwei Männern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten Louis Blériot ist ein Tagträumer: Mit seinen einundvierzig Jahren lebt er immer noch vom Übersetzen technischer Texte – und von den Einkünften seiner Frau, die an seiner Apathie zunehmend verzweifelt. Aber ein Anruf genügt, und Louis, der ewige Beobachter, ist wie aus gewechselt: Nach zwei Jahren und zwei Monaten endlich wieder ein Lebenszeichen von Nora, seiner Geliebten, die ihre Rückkehr aus London ankündigt. Rasch stellt sich zwischen den beiden die Vertrautheit wieder ein, und die Leidenschaft erwacht aufs Neue. Louis müsste jetzt handeln, er will es auch und fühlt sich doch ohnmächtig. Denn es gibt einen anderen Mann in Noras Leben: Murphy Blondale, ein Amerikaner, hyperaktiv, fordernd, aber auch gewissenhaft und großzügig, ein Börsenmakler, der die sphinxhafte, von einer Schauspielerkarriere träumende Nora mit einer Inbrunst liebt, die ihn selbst verwirrt. Einfühlsam, luzid und mit ironischer Distanz stellt Patrick Lapeyre die Höhen und Abgründe einer Ménage-à-trois dar, deren immer neue Verwicklungen die Absurditäten der menschlichen Existenz freilegen.
Patrick Lapeyre Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)
Patrick Lapeyre ist ein französischer Schriftsteller, dessen Werk in die Tiefen der menschlichen Existenz eintaucht. Sein Schreiben erforscht häufig komplexe Beziehungen und die inneren Welten seiner Charaktere. Lapeyres Stil ist bekannt für seine Präzision und seine Fähigkeit, subtile Nuancen der Emotionen einzufangen. Sein literarischer Beitrag liegt in seiner tiefgründigen Einsicht in die menschliche Verfassung.



L'Homme-sœur
- 279 Seiten
- 10 Lesestunden
L’Homme-sœur explore un amour incestueux entre Cooper et sa sœur, qui vit aux États-Unis, rendant cet amour doublement impossible. Cooper, prisonnier de son attente, reçoit sporadiquement des lettres, des mails, ou des photos de sa sœur, illuminant sa vie de solitude. Cette solitude est paradoxale, peuplée de jeunes femmes, parfois tarifées, auxquelles il s’attache comme si chacune pouvait remplacer sa sœur. Employé dans une banque, Cooper cache son secret inavouable tout en continuant d’attendre. Sa distance et sa méfiance, dissimulées derrière une politesse ironique, suscitent curiosité et hostilité chez ses collègues, qui le soupçonnent d’être un maniaque. Il mène ainsi une vie d’agent double, trompant son entourage sans réaliser qu’il sera un jour piégé par sa propre obsession. Lorsque sa sœur revient enfin, il sera devenu méconnaissable. L’histoire, à la fois dramatique et légère, dégage une poésie étrange et allusive, mêlant trivialité et métaphysique, suggérant un au-delà rêveur de la psychologie.