Teil I Mit diesem dramatischen Epos um Liebe und Schuld, Tod und Sühne ist der norwegischen Nobelpreisträgerin Sigrid Undset ein großes poetisches Zeitgemälde gelungen, das dem Leser die ganze Welt des Mittelalters im hohen Norden lebendig macht. Viele Menschen, viele Sippen tauchen auf und verschwinden wieder aus dem Umkreis der Erzählung, im Mittelpunkt aber bleibt Olav Audunssohn. Wie schon in ihrer historischen Romantrilogie ›Kristin Lavranstochter‹ führt die Erzählerin den Leser auch in diesem zweiteiligen Schicksalsepos zurück in Norwegens Mittelalter, in das ausgehende 13. und beginnende 14. Jahrhundert.
J Sandmeier Bücher






In «August» (1930) ist die Hauptfigur, die Hamsun erstmals in «Landstrykere» (1927) beschrieben hat, ein Mann Ende 40. Er ist nach wie vor der rastlose, einfallsreiche und initiativreiche Projektmacher. In dem Dorf Polden herrschen gute Zeiten. Ein reicher Heringsfang führt zu Wohlstand. Augusts Begeisterung wirkt ansteckend, und die Poldener verkaufen ihre Felder für Baugrundstücke und kaufen Aktien in Banken und Fabriken. Doch es kommen schlechtere Zeiten. Der Hering bleibt aus, und aufgrund ungünstiger Konjunkturen steigen die Lebensmittelpreise. Augusts Tatendrang hat die Poldener in tiefe Not geführt. Die gesamte Gesellschaft gerät aus dem Gleichgewicht und ist von Hungersnot und Katastrophe bedroht.
Ein starker Roman mit vielen autobiographischen Elementen In der kleinen norwegischen Hafenstadt war Johan Nilsen Nagel vom ersten Tage an eine exotische Figur. Er war gekommen und geblieben, niemand wußte warum. Er trug knallgelbe Anzüge, schickte sich selbst Telegramme und hatte in seinem Hotelzimmer einen geheimnisvollen Geigenkasten, der dann doch nur schmutzige Wäsche enthielt. Aber nicht nur durch solche Äußerlichkeiten verblüfft und irritiert er die Einheimischen. Dieser »Ausländer des Daseins«, wie er sich apostrophiert, verteidigt leidenschaftlich einen lahmen alten Mann, den er nie zuvor gesehen hat, betätigt sich zum Schein als Detektiv, spricht voller Engagement über Literatur, ist ein charmanter Unterhalter und setzt sich mit nervöser Souveränität über die Regeln des Kleinstadtlebens hinweg. Er wirbt um eine nicht mehr junge Frau und verliebt sich gleichzeitig in die schöne Tochter des Pfarrers. Und beide weisen ihn ab. Seine Handlungen, die undurchdringlich und geheimnisvoll sind, erwachsen aus dem mystischen Gefühl des Sicheinswissens mit der Natur. Man hat diesen Roman, der viele autobiographische Elemente enthält, einen »Schneesturm von unbändiger Kraft« genannt.
Hamsuns vielleicht zärtlichste Liebesgeschichte - ein Roman zum Träumen Victoria, die aus einem Herrenhof stammt, und der Müllerssohn Johannes kennen sich schon seit ihrer Kindheit, doch sie können nicht zusammenkommen, der gesellschaftliche Abstand ist zu groß. Jahre später treffen sie sich anläßlich Victorias Verlobung wieder. Sie soll den Sohn eines reichen Kammerherrn heiraten, um den hochverschuldeten väterlichen Hof zu retten. Verletzt und enttäuscht verlobt sich Johannes mit einer anderen Frau. Wiesen, Wälder und der See des Herrenhofes bilden die stimmungsvolle Kulisse dieser Liebesgeschichte.
Skoullik-Andaras
Berichte aus Lappland
Neue deutsche Erzähler. Zweiter Band
- 280 Seiten
- 10 Lesestunden
