»Meine Mutter ist ein Fluss. Ein Fluss waren ihre dunklen, feinen Haare, die zu beiden Seiten ihr Gesicht umströmten, wellige Kaskaden über der Brust, wenn sie sie abends kämmte, nach all der Arbeit.« Eine Tochter betrachtet ihre Mutter. Sie droht ihr zu entgleiten, denn das Alter frisst an ihren Erinnerungen, verändert ihre Persönlichkeit. Wie sie wiederfinden, wie Frieden schließen mit den alten Verletzungen, dem Mangel an Worten, der ungestillten Sehnsucht nach Nähe und Zärtlichkeit? Geschichten sind eine Brücke. Und so beginnt die erwachsene Tochter, die ein ganz anderes Leben führt, der Mutter deren eigene Geschichte zu erzählen: die einer armer Bauernfamilie in den Abruzzen, in der die Männer als Wanderarbeiter in die Fremde gingen, während die Frauen die kargen Felder bestellten, für das Überleben sorgten. In der die harte Arbeit keinen Platz für Gefühle ließ, nicht mal für die Liebe zum eigenen Kind. In einer Sprache von eindringlicher Poesie erzählt Donatella Di Pietrantonio in ihrem mehrfach preisgekrönten Debütroman die bewegende Geschichte einer Versöhnung und entführt uns zugleich in das unbekannte, archaische Italien der Abruzzen.
Anna Todero Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






Alles ist möglich
Roman
In ihrem neuen Roman erzählt Elizabeth Strout unvergessliche Geschichten über die Menschen einer Kleinstadt, die sich nach Liebe und Glück sehnen, aber oft Kummer und Schmerz erleben. Da sind zwei Schwestern: Die eine gibt für die Ehe mit einem reichen Mann ihre Selbstachtung auf, während die andere sich von einem Buch dazu inspirieren lässt, ihr Leben zu ändern. Der Hausmeister der Schule will einem Außenseiter helfen und stürzt dabei in eine Glaubenskrise; eine erwachsene Frau sehnt sich immer noch wie ein Kind nach der Liebe ihrer Mutter. Und eine in New York erfolgreiche Schriftstellerin kehrt nach siebzehn Jahren zum ersten Mal in ihre Heimat zurück, um ihre Geschwister zu besuchen. Die ganze Bandbreite menschlicher Gefühle, von Hass und Neid, Einsamkeit und Wut bis zu innigster Menschenliebe entfaltet sich in diesen Familiengeschichten. Es sind Geschichten über die Natur des Menschen in all seiner Verletzlichkeit und Stärke, über die unendliche Vielfältigkeit des Lebens.
Hamarosan látjuk egymást
- 376 Seiten
- 14 Lesestunden
Egy gazdag és igazán szívhez szóló történet az Első Világháború idején. Clarry és Peter egy magas, keskeny, magányos házban él Londonban. Anyjuk nélkül és apjuk érdektelenségével szembesülve régi könyvekkel és egy csillagatlasz segítségével szórakoztatják magukat. Clarry minden évben izgatottan várja nyári kirándulásaikat Cornwallba, a lila moorral és a csillogó tengerrel. De a legjobb az, hogy itt találkoznak újra Rupert unokatestvérükkel. Ahogy új barátságok születnek és ígéretek köttetnek, azok a forró nyarak hamarosan távoli emlékekké válnak. Megérkezik az Első Világháború, és Clarry először tapasztalja meg, hogy néha jobb nem tudni semmit, mint túl sokat tudni. Elkeseredetten próbálja életben tartani a nyári emlékeket, Clarry csak remélheti, hogy barátságai túlélnek a háború alatt...
Schwarze Magnolie
- 416 Seiten
- 15 Lesestunden
Ein langer Weg in die Freiheit Ihre Kindheit in Nordkorea ist „ganz normal“ – und unvorstellbar: Das Leben von Hyeonseo Lee und das ihrer Familie gehören dem Staat. Es gelten eiserne Regeln, und wer sie nicht befolgt, muss mit dem Schlimmsten rechnen: Hyeonseo ist sieben Jahre alt, als sie zum ersten Mal eine öffentliche Hinrichtung miterlebt. Um wenigstens einmal den Fesseln des Kim-Regimes zu entkommen und kurz die Freiheit zu spüren, schleicht sich Hyeonseo als Teenager heimlich über die Grenze nach China – aber dann ist ihr der Heimweg versperrt. Zehn Jahre lang schlägt sie sich in China als Illegale durch, bevor sie schließlich nach Südkorea gelangt. Endlich in Sicherheit! Doch als sie einen Notruf ihrer Familie erhält, beschließt sie, ihre Mutter und ihren Bruder aus Nordkorea herauszuholen … Die spannende und berührende Geschichte einer außergewöhnlich mutigen jungen Frau.
Herrin der Flüsse, Seherin des Schicksals, Mutter der weißen Königin. Sie sei so rein, dass sie ein Einhorn fangen könne, sagt man über Jacquetta von Luxemburg. Ihrer Vermählung mit dem mächtigen Duke of Bedford, dem engsten Berater König Henrys VI., sieht die junge Frau mit Furcht entgegen. Denn ihr Herz gehört Bedfords Junker Richard Woodville. Als der ungeliebte Gemahl unerwartet stirbt, schließen die beiden heimlich den Bund der Ehe – eine beispiellose Überschreitung der Standesgrenzen.Dann nimmt der König die junge Marguerite d’Anjou zur Frau, und Jacquetta steigt zur engsten Vertrauten der neuen Königin auf. Intrigen und Missgunst beherrschen bald das Leben bei Hofe. Doch mit unerschütterlicher Loyalität kämpft Jacquetta für das Herrscherpaar – und für ihre Tochter Elizabeth, die sie für etwas Höheres geboren sieht: die Krone des englischen Königreichs und die weiße Rose von York.
Der Maler der fliessenden Welt
- 220 Seiten
- 8 Lesestunden
In den dreißiger Jahren hatte der Maler Masuji Ono seine Kunst in den Dienst der japanischen Expansionspolitik gestellt. Jetzt, nach dem Krieg, ist sein damaliger Hurrapatriotismus anrüchig geworden. Als seine Tochter heiraten will, wird seine Vergangenheit zur Belastung für die Familie. Seine Lebensbeichte offenbart ein heilloses Geflecht von Schuld und Irrtum. Kazuo Ishiguros Roman über einen nicht einmal so unsympathischen Experten des Verdrängens führt mitten in ein japanisches Desaster, das nicht minder ein deutsches ist.