Dezső Kosztolányi (1885–1936) gilt als großer Erneuerer der ungarischen Literatur im 20. Jahrhundert. In allen Gattungen bewandert, schuf er bedeutende Lyrik, Romane, Novellen und Essays. Neben Shakespeare und Oscar Wilde hat er auch Heine, Hölderlin und Rilke ins Ungarische übersetzt. Seine beiden Meisterwerke unter den Romanen – «Nero» (1922) und «Ein Held seiner Zeit» (1933) – zählen zur Weltliteratur und haben bis heute nichts an Frische und Originalität eingebüßt. Christina Viragh, geboren 1953 in Budapest, wuchs in der Schweiz auf und lebt heute als Autorin und Übersetzerin in Rom. Sie ist korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und Übersetzerin von Péter Nádas, Sándor Márai, Imre Kértesz, Henri Alain-Fournier und anderen. 2012 gewann sie den Preis der Leipziger Buchmesse in der Rubrik „Übersetzungen“, den Europäischen Übersetzerpreis und, zusammen, mit Péter Nádas, den Brücke-Berlin-Preis.
Mari Alföldy Bücher






Slingerbeweging / Druk 1
- 253 Seiten
- 9 Lesestunden
In Slingerbeweging beschouwt György Konrád de invloed van de Hongaarse geschiedenis op de loop van zijn eigen leven; de Duitse bezetting van 1944, de opstand van 1956, toen Hongarije zich probeerde te ontworstelen aan de Russische overheersing en de politieke omwenteling van 1989. In boeiende passages analyseert hij zijn herinneringen, waarbij hij eveneens luchtiger onderwerpen aanroert, zoals de vele reizen die hij maakte, het dagelijks leven in Boedapest en zijn liefde voor de literatuur. Met Slingerbeweging keert Konrád terug naar de jaren van onderdrukking en vrijheid.
Darauf hat Henrik über 40 Jahre gewartet: Sein Jugendfreund Konrád kündigt sich an. Nun kann die Frage beantwortet werden, die Henrik seit Jahrzehnten auf dem Herzen brennt: Welche Rolle spielte damals Krisztina, Henriks schöne junge Frau? Warum verschwand Konrád nach jenem denkwürdigen Jagdausflug Hals über Kopf? Eine einzige Nacht haben die beiden Männer, um den Fragen nach Leidenschaft und Treue, Wahrheit und Lüge auf den Grund zu gehen. »Sándor Márai hat einen grandiosen, einen quälenden Gespensterroman geschrieben, einen Totengesang der Überlebenden, denen die Wahrheit zum Fegefeuer geworden ist. Die Glut hat ihnen das Leben zur Asche ausgebrannt.« ― Frankfurter Allgemeine Zeitung
Für den Verleger Keserü wird das Theaterstück eines Freundes, der sich 1990 das Leben nahm, 10 Jahre nach diesem Freitod zum Gegenstand obsessiver Erinnerungsarbeit. Es ist Spiegel von Orientierungslosigkeit und Identitätsverlust im ehemaligen Ostblock nach dem Zerfall des starren, aber doch Halt gebenden Systems.
Die Werke von Sandor Marai, geboren 1900 in der heutigen Slowakei und 1989 verstorben, erleben eine internationale Wiederentdeckung. Marai hinterließ rund 60 Romane, darunter "Das Vermächtnis der Eszter" aus dem Jahr 1939. Die Geschichte erzählt von der Begegnung zwischen Eszter und Lajos, der nach 20 Jahren zurückkehrt. Lajos war die große Liebe von Eszter, heiratete jedoch ihre Schwester Vilma und brachte sie mit Verführung und Betrug um alles, was sie hatte. Trotz der Enttäuschungen bleibt Lajos für Eszter der einzige Mensch, den sie geliebt hat. Sie erkennt ihn als "Charakterlump" und "Genie der Lüge", doch ihre Zuneigung bleibt ungebrochen. Der Roman umfasst nur wenige Stunden ihrer Begegnung, vermittelt jedoch eindringlich die komplexen Gefühlswelten beider Protagonisten. Es fällt schwer, Partei zu ergreifen, da die Geschichte ein Netz aus Hoffnungen, Erwartungen, Lügen und Betrügereien spinnt. Niemand wird verurteilt, und die zentrale Frage bleibt, was Liebe erduldet und entschuldigt. Diese Frage hallt lange nach. Marai erlangte in Deutschland mit "Die Glut" Berühmtheit, und "Das Vermächtnis der Eszter" wird seinen Erfolg sicherlich untermauern.