Bookbot

John Malkovich

    Der Mann aus dem Fegefeuer
    Bildnis einer Dame
    • Bildnis einer Dame ( The Portrait of a Lady ) ist die Geschichte der jungen Amerikanerin Isabel Archer, die nach dem Tod ihres Vaters zum ersten Mal in ihrem Leben nach Europa kommt und mit ihrem Charme, ihrem Wissensdurst und ihrer selbstbewußten Offenheit die Sympathie ihrer Verwandten dort erringt. Sie wird zur Haupterbin ihres Onkels. Doch obwohl ihr ihre Unabhängigkeit zunächst über alles geht, heiratet sie schließlich und merkt zu spät, daß sie einer Intrige zum Opfer gefallen ist. Dabei wird kein Herz gebrochen, kein Schurke triumphiert. Isabel Archer kommt zur Einsicht, reift an ihrem Irrtum und wird, ständig sich besinnend, schließlich zu jenem Bildnis einer Dame, deren Gesicht Züge des Leidens und der Erfahrung trägt und dessen Schönheit nicht nur an der Oberfläche haftet. Dieses Gesicht ist bedeutend geworden. James gelingt es meisterhaft, des Lesers Anteilnahme am Schicksal der Protagonistin, die Neugier am weiteren Verlauf ihres Lebens zu wecken. Ein Meisterwerk. Die Verfilmung von Jane Campion mit Nicole Kidman in der Titelrolle war 1996 ein großer Erfolg in den Kinos.

      Bildnis einer Dame
      4,1
    • Jack Unterweger, als „Knastliterat“ gefeiert, als „Hurenmörder“ verteufelt. Die spannend erzählte Dokumentation eines einzigartigen Kriminalfalles. 1976 WIRD JACK UNTERWEGER wegen Mordes an einer jungen Frau zu lebenslanger Haft verurteilt. Achtzehn Jahre später bekommt er noch einmal lebenslang: Er soll neun Prostituierte umgebracht haben, von Prag über Wien bis Los Angeles, von 1990 bis 1991. Unterweger erhängt sich in seiner Zelle. Dazwischen sitzt er fünfzehn Jahre im Gefängnis und schreibt einen Roman, der ihn schlagartig zum Star macht: „Fegefeuer oder die Reise ins Zuchthaus“. Jack Unterweger ist der umjubelte „Häfenpoet“, der gefeierte „Knastliterat“, und wird 1990 mit Unterstützung einflussreicher Persönlichkeiten aus Kultur und Politik als Paradefall geglückter Resozialisierung auf freien Fuß gesetzt. Vier Monate später findet man die Leiche einer ermordeten Prostituierten, dann noch eine, noch eine, schließlich sind es neun. Alle mit Kleidungsstücken erdrosselt, die Tat eines Serienmörders. Jack Unterweger flieht, aber er entkommt nicht. John Leake nähert sich dem Kriminalfall wie der Person Jack Unterweger dokumentarisch wie als Erzähler. Er bleibt bei den Tatsachen, bleibt nüchtern angesichts des Faszinierend-Monströsen; er geht ins Detail, ohne sich zu verlieren; er erzählt eine wahre Geschichte, die so hätte gewesen sein können.

      Der Mann aus dem Fegefeuer
      4,4