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Ingwert Paulsen jr.

    Pole Poppenspäler: Hrsg. v. Ingwert Paulsen (Husum-Taschenbuch)
    Pole Poppenspäler
    Immensee
    • Immensee

      • 56 Seiten
      • 2 Lesestunden

      Als alter Mann erinnert sich Reinhardt an seine Jugendliebe Elisabeth, die er als Student an seinen Schulfreund Erich verloren hat. Vor dem Gutshaus Immensee, das Elisabeth und Erich bewohnen, treibt eine Wasserlilie – wunderschön, zum Greifen nahe und doch unerreichbar. Storms erfolgreichste Novelle erreichte zu Lebzeiten über 30 Auflagen. Die Erstausgaben der Erzählungen stammen aus verschiedenen Volksbüchern für Schleswig, Holstein und Lauenburg in den Jahren 1848 und 1849, herausgegeben von Karl Leonhard Biernatzki. Die vollständige Neuausgabe enthält eine Biografie des Autors und basiert auf den gesammelten Werken, die von Peter Goldammer herausgegeben wurden. Die Paginierung dieser Ausgaben wird in der Neuausgabe als Marginalie zeilengenau mitgeführt. Die Umschlaggestaltung verwendet ein Bild von Claude Monet. Theodor Storm wurde 1817 in Husum als Sohn eines Advokaten geboren und begann nach seinem Studium in Kiel und Berlin in der väterlichen Kanzlei, bevor er eine Richterlaufbahn einschlug. Bereits mit 17 Jahren veröffentlichte er sein erstes Gedicht im Husumer Wochenblatt und schrieb Zeit seines Lebens neben seiner juristischen Tätigkeit.

      Immensee
      3,7
    • „Pole Poppenspäler“ ist die erste Künstlernovelle Storms. Er erzählt darin die Geschichte von der Tochter des Puppenspielers Tendler, der Lisei, und dem Kunstdrechsler und Mechanicus Paul Paulsen. Als die Puppenspieler einmal in Pauls Heimatstadt ein Gastspiel geben, fasst Paul starke Zuneigung zu dieser fremden Welt und besonders zu der Puppenspieler-Tochter. Nach Jahren trifft er die Lisei wieder, hilft ihr aus einer schwierigen Lage und heiratet sie schliesslich, obwohl er daheim Widerstand gegen die unstandesgemässe Heirat erwarten muss. Das bringt ihm den Spitznamen „Pole Poppenspäler“ ein. Theodor Storm, der die Meinung vertritt: „Wenn du für die Jugend schreiben willst, so darfst du n i c h t für die Jugend schreiben!“, hat mit dieser Erzählung einen der wertvollsten Lesetexte für die Jugend geschaffen. Ausführliche Anmerkungen sowie Storms Nachwort zur ersten Buchausgabe vervollständigen das Heft.

      Pole Poppenspäler
      3,4
    • Im Jahr 1874 erschien mit „Pole Poppenspäler“eine der heute bekanntesten Novellen Theodor Storms, die zum festen Kanon der Schullektüre gehört. Storm setzte in seiner Novelle dem Mechanikus Geisselbrecht, der auch in Husum mit seinem Marionetten-theater gastiert hatte, ein literarisches Denkmal. Kunstvoll in eine Rahmenhandlung eingebettet, wird die Geschichte des alternden Puppenspielers Josef Tendier aus München und seiner Tochter Lisei erzählt. Bis in die Sprache der Hauptfiguren schlägt sich der Unterschied zwischen Nord- und Süddeutschland gekonnt nieder. Schwerwiegender ist jedoch der Konflikt zwischen Künstlertum und kleinbürgerlicher Gesellschaft, zwischen fahrendem Volk und ehrsamen Bürgern, den Storm meisterhaft gestaltet, getreu seinem Grundsatz: „Wenn du für die Jugend schreiben willst, so darfst du nicht für die Jugend schreiben!“

      Pole Poppenspäler: Hrsg. v. Ingwert Paulsen (Husum-Taschenbuch)