"Der Neubeginn, neu gesehen" präsentiert ein einzigartiges Panorama der Nachkriegszeit von 1945 bis zum Wirtschaftswunder. Harald Jähner entdeckt in Archiven beeindruckende Fotografien, die das Zusammenspiel von Schrecken und Lebensfreude zeigen. Er erzählt die Geschichten hinter den Bildern und beleuchtet die Mentalität und den Alltag dieser prägenden Jahre.
Über Drogen im Dritten Reich ist bislang wenig bekannt. Norman Ohler geht den Tätern von damals buchstäblich unter die Haut und schaut direkt in ihre Blutbahnen. Wo die Ideologie für Fanatismus und den »Endsieg« nicht mehr ausreichte, wurde hemmungslos nachgeholfen, während offiziell eine strikte Politik der »Rauschgiftbekämpfung« betrieben wurde. Als Deutschland 1940 Frankreich überfiel, standen die Soldaten der Wehrmacht unter 35 Millionen Dosierungen Pervitin, heute bekannt als Crystal Meth, das in jeder Apotheke erhältlich war und den Blitzkrieg erst möglich machte. Auch Hitler, der sich als Abstinenzler gab, griff gerne zu pharmakologischen Stimulanzien. Während seiner letzten Offensive im Winter 1944 kannte er keine nüchternen Tage mehr und erhielt von seinem Leibarzt Theo Morell verschiedene Dopingmittel, Hormonpräparate und harte Drogen. Nur so konnte der Diktator seinen Wahn bis zum Schluss aufrechterhalten. Ohler hat bislang gesperrte Materialien ausgewertet und mit Zeitzeugen, Militärhistorikern und Medizinern gesprochen. Entstanden ist ein erschütterndes, faktengenaues Werk. Hans Mommsen, ein bedeutender Historiker, begleitet das Buch mit einem Nachwort und zieht das Fazit: »Dieses Buch ändert das Gesamtbild.«
Überblickartige, den aktuellen Forschungsstand aufnehmende Geschichte des Vernichtungslagers, Schilderung der juristischen Auseinandersetzung in den Auschwitz-Prozessen und juristischen Konflikte um die so genannte Ausschwitz-Lüge.
September 29th 1938. The day the fate of Czechoslovakia was sealed by the Munich Agreement. Hitler, Mussolini, Chamberlain & - the phantom of Munich, Edouard Daladier, president of the French Council were all present. This novel tells the story behind one of the 20th century's most decisive moments.
The everyday practice of photography by millions of amateur photographers may seem to be a spontaneous and highly personal activity. But France's leading sociologist and cultural theorist shows that few cultural activities are more structured and systematic than photography.
Die Geschichte eines ungeheuren Jahres – der internationale Bestseller jetzt im handlichen Taschenformat! »Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen – Illies' Geschichten sind einfach großartig.« Ferdinand von Schirach Florian Illies entfaltet virtuos ein historisches Panorama des Jahres, in dem unsere Gegenwart begann: 1913. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Zwischen Paris und Moskau, zwischen London, Berlin und Venedig begegnen wir zahllosen Künstlern, deren Schaffen unsere Welt auf Dauer prägte. Man kokst, trinkt, ätzt, hasst, schreibt, malt, zieht sich gegenseitig an und stößt sich ab, liebt und verflucht sich. Es ist ein Jahr, in dem alles möglich scheint. Und doch wohnt dem gleißenden Anfang das Ahnen des Verfalls inne. Florian Illies lässt dieses Jahr, einen Moment höchster Blüte und zugleich ein erstes Flackern des Untergangs, in einem grandiosen Panorama lebendig werden.
Kommissar Maigret kehrt zurück in seinen Geburtsort. Die Polizei von Moulins hat einen anonymen Brief erhalten, in dem für Allerseelen in der Kirche von Saint-Fiacre ein Verbrechen angekündigt wird. Und tatsächlich: Die Schlossherrin bricht an dem Tag tot in der Kirche zusammen. Maigret, der in dem kleinen Dorf als Sohn des Schlossverwalters aufgewachsen ist, ermittelt im Umfeld seiner Kindheit – das im Verlauf seines Besuchs allerdings immer mehr an Glanz verliert.
Als der 46-jährige Protagonist von ›Serotonin‹, dem neuen Roman des Goncourt-Preisträgers Michel Houellebecq, Bilanz zieht, beschließt er, sich aus seinem Leben zu verabschieden – eine Entscheidung, an der auch das revolutionäre neue Antidepressivum Captorix nichts zu ändern vermag, das ihn in erster Linie seine Libido kostet. Alles löst er auf: Beziehung, Arbeitsverhältnis, Wohnung. Wann hat diese Gegenwart begonnen? In der Erinnerung an die Frauen seines Lebens und im Zusammentreffen mit einem alten Studienfreund, der als Landwirt in einem globalisierten Frankreich ums Überleben kämpft, erkennt er, wann und wo er sich selbst und andere verraten hat.
Noch nie hat Michel Houellebecq so ernsthaft und voller Emotion über die Liebe geschrieben. Zugleich schildert er in ›Serotonin‹ den Kampf und den drohenden Untergang eines klassischen Wirtschaftszweigs in unserer Zeit der Weltmärkte und der gesichtslosen EU-Bürokratie.
»Ein Roman, der mehr als Symptom unserer Zeit zu lesen ist denn als Analyse unserer Gegenwart.« ORF BESTENLISTE
Xenia Hausner zählt zu den wichtigsten österreichischen Malerinnen unserer Zeit. Der schmuckvolle Band fokussiert auf den Aspekt der Inszenierung, den alle ihre Werke auszeichnen. Beginnend mit den frühen Arbeiten aus den 1990er-Jahren bis zur bewegenden Exiles-Serie entführt das Buch in eine weibliche Welt voller geheimnisvoller Beziehungen. Hausners Malerei hat ihren Ausgangspunkt in der Fotografie. Die Künstlerin konstruiert vorab räumliche Settings in ihrem Atelier und hält ähnlich einem Filmstill einen Ausschnitt darin fest. Übersetzt in Malerei erzeugen ihre Bilder ein dramaturgisches Spannungsmoment, bei dem alles darauf zu drängen scheint, dass dem Gezeigten ein nächstes Bild folgen muss, um dessen Rätsel zu enthüllen. Über das Inszenierte in ihren Werken – die gemalte festgehaltene Lüge – erfahren wir die Widersprüche unserer Existenz und finden den Gegenentwurf zu einer von Männern dominierten Bildsprache.