Dieser Essay Wildes ist das ungewöhnliche Plädoyer für einen Sozialismus, der die Beschäftigung mit dem Schönen nicht ausschließen soll. Wildes soziale Utopie entwirft gesellschaftliche Bedingungen, die es jedem erlauben sollen, ein individualistisch geprägtes, ja egoistisches Leben zu führen der Künstler verkörpert dabei den freien Menschen par excellence.
Hedwig Lachmann Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






Das Bildnis Des Dorian Gray / The Picture of Dorian Gray
- 560 Seiten
- 20 Lesestunden
Als schamlos und verwerflich galt Wildes berühmter einziger Roman bei seinem Erscheinen 1891. Der junge, unverdorbene und staunenswert schöne Dorian Gray wird durch den geistreichen Zyniker Lord Wotton zu einem Leben voller ausschweifender Sinnengenüsse verführt. Um seine Jugend zu bewahren, lässt der Jüngling statt seiner ein Porträt von sich altern. Doch der tödliche Pakt mit teuflischen Mächten stürzt ihn ins Verderben.
Mit dreißig verliebt sich die schöne, intelligente, leider unglücklich verheiratete Julie in einen jungen Diplomaten, was zum Auftakt einer atemberaubenden Kette von Schicksalsschlägen wird. Balzacs Roman über den Preis der Liebe ist der beste Einstieg in den Zyklus 'Die menschliche Komödie'.
Die menschliche Komödie 11. Das Chagrinleder und andere Werke
- 1223 Seiten
- 43 Lesestunden
Enttäuschung ist das erste und letzte Wort in dem Roman Das Chagrinleder, der zu den ersten großen literarischen Erfolgen Honoré de Balzacs zählt. Das Buch schildert den Leidensweg des genial begabten Jünglings Raphael de Valentin, der in seiner elenden Dachkammer hungert und friert, dabei als Dichter und Forscher zu fernen hohen Zielen strebt, bis er sein Herz an eine Dame der Gesellschaft verliert, die aber nur gefallsüchtig mit ihm spielt. Der Held kommt in den Besitz eines Lederstückes, eines Talismans, der alle Wünsche erfüllt, dabei aber zusammenschrumpft und mit jedem Wunsch das Leben seines Besitzers verkürzt. Als Valentin, nach Erfüllung zahlreicher Wünsche, das ernste Geheimnis des Talismans bewußt wird, weicht er jedem Begehren aus. Umsonst. Der Kampf gegen die, wenn auch verhaltene, doch unbesiegbare Begehrlichkeit der eigenen, wie aller menschlichen Natur ist aussichtslos. Goethe hat diesen Roman noch gelesen und ihn in seinem Tagebuch als »ein vortreffliches Werk neuester Art« vermerkt.