Dies ist die Geschichte des unbekannten Dichters eines weltbekannten Liedes. Sie handelt von der Freundschaft zweier Jungen, die auseinanderbricht, als beide, von der Suche nach Gerechtigkeit getrieben, entgegengesetzte Wege einschlagen.
Das Verhältnis zur Pornographie ist nicht nur in linken und feministischen Kreisen umstritten. Handelt es sich bei ihr um perversen Kommerz und abweichendes Psycho-Verhalten, gar um eine Sucht? Oder ist sie ein Weg zu neuem Glück – der nur offiziell verdrängt wird? Ist mittlerweile die Prüderie der alten Rechten auf die neue Linke übergegangen? Und was haben schlechte Arbeits- und Sozialverhältnisse mit schmutzigen Fantasien zu tun? Warum nannte Bertolt Brecht einen Teil seiner fulminanten Liebeslyrik „pornographische Gedichte“? Und warum fehlt in den Sachwort-Verzeichnissen marxistisch orientierter Psychologen meist das Wort „Sexualität“? Der langjährige Bundestagsabgeordnete Diether Dehm folgt in seinem neuen Buch nicht nur der Pornographie-Geschichte seit der Antike, sondern behandelt auch die aktuelle Debatte. Schlusssatz: Wer asoziale Pornographie überwinden will, braucht dazu nicht nur bessere Pornographie, sondern sozialere Verhältnisse.
Weil Viviennes Mutter Katharina vor der Wende Kellnerin in Honeckers Jagdschloss war, durchkreuzen Verfassungsschützer alle ihre Versuche, neue Arbeit zu finden. Aber Katharina besitzt geheime Unterlagen über den Atommüllskandal in der Grube Asse II, die mächtigen Männern gefährlich werden können. Um sich und ihre Tochter aber über Wasser zu halten, verkauft sie heimlich ihren Körper. Vivienne wird derweil als „Mädchen aus Ostberlin“ mit Riesenstimme und Gitarre erst von SPD-Größen und dann von einem riesigen Festivalpublikum gefeiert. Bei den sozialistischen Falken entdeckt sie eine Welt aus Lagerfeuern und Arbeiterfolklore. Aber dort gerät sie widerwillig in jene Freizügigkeiten, die von BILD unter der Schlagzeile „Gruppensex bei roten Falken“ skandalisiert werden. Dann wird Katharina gefunden – erschlagen am Strand des Werbellinsees. Vivienne geht mit Katharinas einstigem Geliebten, dem Bundestagsabgeordneten Rudi Hermann auf Tätersuche. In einem lebensgefährlichen Milieu. „Vivienne“ ist – nach „Rebecca“ und „Katharina“ der dritte Band der Romanfolge „Aufstieg und Niedertracht“, die in den 1950ern beginnt.
Frankfurt 1947: Der alte, „entnazifizierte“ Geldadel lauscht tête-à-tête mit US-Militärs und frisch etablierten Parteipolitikern dem Finanz-Shootingstar Ludwig Erhard. Man trifft sich im Nobelhotel „Frankfurter Hof“, das atemberaubend schnell aus der zertrümmerten Innenstadt auferstanden ist. In Wohnbaracken zwischen den Ruinen, auf Fußballplätzen und bei Streikversammlungen hingegen wird anders gesprochen. Helene, Tochter des Industriellen Heinz Werner, verliebt sich in Otto Hermann, Automechaniker und charismatischer Fußballstar. Und bringt sich und andere damit durcheinander. Dann wird ihre Bekannte, die Edelhostess „Rebecca“, in ihrem Luxusetablissement erwürgt aufgefunden. Helene wird Zeugin im spektakulärsten Mordprozess Nachkriegsdeutschlands. Bald kommt sie dahinter, was die Polizei verschleppt und verschleiert. Helenes Recherchen führen bis in die Familie Krupp und hinter Auschwitz-Verstrickungen der Finanzoligarchie.
Krenz und Kunze – der Funktionär und der Künstler, ein brisantes Duett. Der Liedermacher Kunze stellt dem ehemaligen Staatschef der DDR Fragen eines Querdenkers, hart und solidarisch. Ihm geht es nicht um oberflächliche Schuldzuweisungen, sondern um persönliche und historische Erkenntnis. Was hat Krenz’ Generation falsch gemacht im Sozialismus? Hätte einer wie Kunze in der DDR Musik machen können – oder wäre es ihm wie Biermann ergangen? Sie streiten, debattieren über das, was sie bewegt: die deutsch-deutsche Geschichte, Kunst, Kinder, Krisen und die gegenwärtige Lage im Land. Zwei wache Geister nehmen sich die deutsche Mentalität zur Brust und liefern Zündstoff für aktuelle Debatten.