Ernst Otto Bräunche Bücher






Geschichte und Erinnerungskultur
- 240 Seiten
- 9 Lesestunden
Karlsruhe
- 60 Seiten
- 3 Lesestunden
Als eine der freiheitlichsten Verfassungen in Deutschland, gewährte die Badische Verfassung von 1818 den Untertanen staatsbürgerliche Grundrechte und – nach den Maßstäben der Zeit – weitgehende Mitbestimmungsrechte. Vor allem aber trug sie dazu bei, dass in der napoleonischen Epoche aus den alten badischen Markgrafschaften entstandene Großherzogtum politisch zu festigen und ihm eine eigene Identität zu geben. Bis zum Ende des ersten Weltkriegs nahezu unverändert in Kraft, bildete sie die Grundlage des politischen Lebens in Baden. Am Standort des Landtagsgebäudes in Karlsruhe erinnert heute das neu erbaute „Ständehaus“ an diese wichtige Etappe auf dem Weg zur modernen parlamentarischen Demokratie im deutschen Südwesten. Der Band enthält fünf Beiträge zum 175. Jahrestag der Verfassung des Großherzogtums Baden. Sie zeigen das Zustandekommen dieser „Konstitution“ im politischen, administrativen und sozialen Kontext des Frühkonstitutionalismus und des Vormärz.
Im Ersten Weltkrieg starben 17 Millionen Menschen, darunter über 6.000 Soldaten aus Karlsruhe und den umliegenden, heute eingemeindeten Orten. Doch der Krieg wurde nicht nur an der Front geführt, sondern auch daheim und Karlsruhe wurde in besonderem Maße zur „Heimatfront“. Der erste schwere Luftangriff traf die frontnahe Stadt am 15. Juni 1915, zwei Tage vor ihrem 200-jährigen Jubiläum. Der schwerste Angriff als Vergeltung für einen deutschen Angriff auf die lothringische Stadt Bar-le-Duc gut drei Wochen zuvor am Himmelfahrtstag, folgte am Fronleichnamstag, dem 22. Juni 1916. 120 Menschen, darunter 71 Kinder, kamen bei dem folgenreichsten Luftangriff des Ersten Weltkriegs auf eine deutsche Stadt ums Leben. Den Luftangriffen auf Karlsruhe gilt ein zentraler Beitrag mit neuen Forschungsergebnissen dieser Publikation des Stadtarchivs. In 14 weiteren Kapiteln werden u.? a. die Lazarettstadt, die Versorgungslage, die Kriegspropaganda, die Kriegswirtschaft, Kriegserinnerung, Kunst und Kultur sowie die Rolle der Kirchen im Krieg vorgestellt. Neben neuen Forschungsergebnissen enthält diese Publikation auch viele bisher nicht veröffentlichte Fotos und Abbildungen aus den Sammlungen des Stadtarchivs sowie aus Privatbesitz. Sie zeigen, wie sehr dieser Krieg, der zu Recht als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet wird, die Menschen in der Stadt betroffen hat.
Die Straße der Demokratie
Ein Routenbegleiter auf den Spuren der Freiheit - 2. Auflage
- 301 Seiten
- 11 Lesestunden
Rare book