Bookbot

Rainer Beckmann

    Der Status des Embryos
    Widerspruchsregelung, Hirntodkonzept und Aufklärung 29
    Kinder: Wunsch und Wirklichkeit
    Der Streit um den Beratungsschein
    Abtreibung in der Diskussion
    • Die Widerspruchsregelung für Organentnahmen bedeutet: Jeder Mensch gilt als potenzieller „Organspender“, wenn er nicht ausdrücklich widersprochen hat. Ist diese Regelung mit dem Selbstbestimmungsrecht vereinbar? In der rechtspolitischen Debatte wird bislang nicht beachtet, dass es zu den Grundvoraussetzungen selbstbestimmter Entscheidungen gehört, hinreichende Sachkenntnis zu besitzen. Wer nicht alle Umstände und Voraussetzungen einer Organentnahme kennt, ist nicht in der Lage, frei und selbstbestimmt darüber zu entscheiden, ob er in die Entnahme einwilligen oder von seinem Widerspruchsrecht Gebrauch machen soll. Vor Einführung einer Widerspruchsregelung muss auch über das ihr zugrundeliegende Todeskonzept – das „Hirntod-Konzept“ – ergebnisoffen informiert werden. Da alle als „Organspender“ in Betracht kommen sollen, müssen auch alle informiert sein. Das ist jedoch nicht der Fall. In den offiziellen Aufklärungsmaterialien zum Thema Organspende wird die berechtigte Kritik am „Hirntod-Konzept“ übergangen und die Rechtslage unvollständig dargestellt. Die Auferlegung einer Widerspruchslast bei gleichzeitiger fehlerhafter Aufklärung stellt einen ungerechtfertigten Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht dar.

      Widerspruchsregelung, Hirntodkonzept und Aufklärung 292026
    • Kinder: Wunsch und Wirklichkeit

      • 304 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Deutschland hat sich zu einem kinderarmen Land entwickelt, mit einem drastischen Rückgang der Geburten von 1,36 Millionen im Jahr 1964 auf etwa 680.000 im Jahr 2005. Diese alarmierende Halbierung wird sich in Zukunft weiter verschärfen, da die nicht geborenen Mütter von heute keine Kinder mehr bekommen können. Der Abwärtstrend hat bereits begonnen, die sozialen Sicherungssysteme zu gefährden, was das Thema „Kinder und Familie“ in den Fokus rückt. Es ist entscheidend, die demographischen, wirtschaftlichen, sozialrechtlichen und gesellschaftspolitischen Faktoren zu erkennen, die sowohl für die Ursachenanalyse als auch für die Lösungsansätze von Bedeutung sind. In diesem Kontext präsentieren Fachautoren aus verschiedenen Disziplinen und Ländern unterschiedliche Perspektiven, um den Mangel an Kindern zu adressieren. Zu den Beiträgen zählen Experten wie Dr. Norber Arnold von der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr. Pia Beckmann, die ehemalige Oberbürgermeisterin von Würzburg, und Prof. Dr. Herwig Birg, ein renommierter Bevölkerungswissenschaftler. Auch Stimmen aus der Lebensschutzbewegung und der Politik, wie Jutta Lang und Inese Slesere, tragen zur Diskussion bei. Ziel ist es, Wege zu finden, um den Kinderwunsch zu fördern und die gesellschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen.

      Kinder: Wunsch und Wirklichkeit2006