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Kants Werke. Akademie Textausgabe IV

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  • 565 Seiten
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Kant wollte die Metaphysik auf den Weg einer Wissenschaft bringen und führte damit die nachhaltigste Zerstörung metaphysischen Denkens in der neuzeitlichen Philosophie herbei. Er sprach von einer Kopernikanischen Wende, die bewirken sollte, dass philosophische Erkenntnis sich von den Gegenständen selbst auf die Möglichkeit ihrer Erkenntnis zurückwendet. Die Kritik der reinen Vernunft ist somit eine Selbstprüfung des menschlichen Erkenntnisvermögens hinsichtlich seiner Grenzen und Möglichkeiten. Kants grundlegende Einsicht war, dass metaphysische Erkenntnis nur in der Einschränkung auf die formalen Bedingungen möglicher Erfahrung beweisbar ist, was traditionelle Metaphysik als Scheinwissenschaft entlarvt. Eine Voraussetzung für dieses Projekt ist die Rückführung aller gültigen Erkenntnis auf die im Subjekt angelegten Bedingungen. Raum und Zeit sind demnach keine Gegenstände, sondern subjektive Anschauungsformen, und die reinen Verstandesbegriffe sind lediglich formale Bedingungen der Einheit möglicher Objekte. Wir erkennen nie die Dinge an sich, sondern nur die Erscheinungen, also die Gegenstände, wie sie uns durch die formalen Bedingungen unseres Erkenntnisvermögens gegeben sind. Kants idealistische Erben waren mit dieser Einschränkung nicht zufrieden und gingen über seinen kritischen Idealismus hinaus. In der modernen Erkenntnistheorie, etwa bei Putnam und McDowell, wird jedoch versucht, wieder an Kants Kritizismus anzuknüpfe

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Kants Werke. Akademie Textausgabe IV, Immanuel Kant

Sprache
Erscheinungsdatum
1968
Einband
(Paperback),
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Titel
Kants Werke. Akademie Textausgabe IV
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Immanuel Kant
Erscheinungsdatum
1968
Einband
Paperback
Seitenzahl
565
ISBN10
3110014378
ISBN13
9783110014372
Reihe
Schlagwörter
Beschreibung
Kant wollte die Metaphysik auf den Weg einer Wissenschaft bringen und führte damit die nachhaltigste Zerstörung metaphysischen Denkens in der neuzeitlichen Philosophie herbei. Er sprach von einer Kopernikanischen Wende, die bewirken sollte, dass philosophische Erkenntnis sich von den Gegenständen selbst auf die Möglichkeit ihrer Erkenntnis zurückwendet. Die Kritik der reinen Vernunft ist somit eine Selbstprüfung des menschlichen Erkenntnisvermögens hinsichtlich seiner Grenzen und Möglichkeiten. Kants grundlegende Einsicht war, dass metaphysische Erkenntnis nur in der Einschränkung auf die formalen Bedingungen möglicher Erfahrung beweisbar ist, was traditionelle Metaphysik als Scheinwissenschaft entlarvt. Eine Voraussetzung für dieses Projekt ist die Rückführung aller gültigen Erkenntnis auf die im Subjekt angelegten Bedingungen. Raum und Zeit sind demnach keine Gegenstände, sondern subjektive Anschauungsformen, und die reinen Verstandesbegriffe sind lediglich formale Bedingungen der Einheit möglicher Objekte. Wir erkennen nie die Dinge an sich, sondern nur die Erscheinungen, also die Gegenstände, wie sie uns durch die formalen Bedingungen unseres Erkenntnisvermögens gegeben sind. Kants idealistische Erben waren mit dieser Einschränkung nicht zufrieden und gingen über seinen kritischen Idealismus hinaus. In der modernen Erkenntnistheorie, etwa bei Putnam und McDowell, wird jedoch versucht, wieder an Kants Kritizismus anzuknüpfe