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MIR

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Die „Bewegung der revolutionären Linken“ (Movimiento de Izquierda Revolucionaria, MIR) wurde 1965 von Luciano Cruz Aguayo und Miguel Enriquez gegründet, bestehend aus ehemaligen Mitgliedern der Sozialistischen Partei Chiles. Die MIR verstand sich als militante Kampforganisation und führte bis zur Wahl Salvador Allendes 1971 vor allem im Raum Concepción bewaffnete Aktionen durch. Ihre Wurzeln lagen an Universitäten und bei landlosen Bauern, während ihr Einfluss unter Industrie- und Minenarbeitern gering war. Nach Allendes Wahlsieg trat die MIR nicht dem Bündnis der Unidad Popular bei, stellte jedoch die Leibwache des Präsidenten und versuchte, durch militanten außerparlamentarischen Kampf die gesellschaftliche Entwicklung in Richtung Sozialismus voranzutreiben. Nach dem Putsch Pinochets am 11. September 1973 versuchte die MIR, aus dem Untergrund heraus Widerstand zu leisten, doch die Organisation wurde schnell zerschlagen, Tausende Mitglieder wurden verhaftet und ermordet. Miguel Enriquez wurde am 5. Oktober 1974 von DINA-Agenten und Soldaten erschossen. Überlebende schlossen sich teilweise der Guerilla „Frente Patriotico Manuel Rodriguez“ an. Der Band reflektiert die Geschichte und politische Bedeutung der MIR, während Carmen Casitillos Film Rue Santa Fe ein Porträt von Miguel Enriquez zeichnet.

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MIR, Willi Baer

Sprache
Erscheinungsdatum
2011
Einband
(Hardcover)
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Titel
MIR
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Willi Baer
Erscheinungsdatum
2011
Einband
Hardcover
Seitenzahl
176
ISBN10
3942281805
ISBN13
9783942281805
Reihe
Beschreibung
Die „Bewegung der revolutionären Linken“ (Movimiento de Izquierda Revolucionaria, MIR) wurde 1965 von Luciano Cruz Aguayo und Miguel Enriquez gegründet, bestehend aus ehemaligen Mitgliedern der Sozialistischen Partei Chiles. Die MIR verstand sich als militante Kampforganisation und führte bis zur Wahl Salvador Allendes 1971 vor allem im Raum Concepción bewaffnete Aktionen durch. Ihre Wurzeln lagen an Universitäten und bei landlosen Bauern, während ihr Einfluss unter Industrie- und Minenarbeitern gering war. Nach Allendes Wahlsieg trat die MIR nicht dem Bündnis der Unidad Popular bei, stellte jedoch die Leibwache des Präsidenten und versuchte, durch militanten außerparlamentarischen Kampf die gesellschaftliche Entwicklung in Richtung Sozialismus voranzutreiben. Nach dem Putsch Pinochets am 11. September 1973 versuchte die MIR, aus dem Untergrund heraus Widerstand zu leisten, doch die Organisation wurde schnell zerschlagen, Tausende Mitglieder wurden verhaftet und ermordet. Miguel Enriquez wurde am 5. Oktober 1974 von DINA-Agenten und Soldaten erschossen. Überlebende schlossen sich teilweise der Guerilla „Frente Patriotico Manuel Rodriguez“ an. Der Band reflektiert die Geschichte und politische Bedeutung der MIR, während Carmen Casitillos Film Rue Santa Fe ein Porträt von Miguel Enriquez zeichnet.