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Fortuna und Kalkül

Zwei mathematische Belustigungen

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Von Beginn an hat die Menschheit Praktiken entwickelt, um mit den unberechenbaren Wechselfällen ihrer Existenz umzugehen. Die Moderne hat sich jedoch nicht mit alten Beschwörungsformeln zufriedengegeben. Statt Aberglauben und Unvernunft trat das Kalkül, und der Fokus verlagerte sich von Schicksal auf Zufall. Mathematiker entwickelten Modelle, die sowohl beim Glücksspiel als auch bei ernsthaften Vorhersagen nützlich sein sollten. Die „Wahrscheinlichkeitstheorie“ wurde zum Schlüssel, um das Unbekannte zu beherrschen oder zumindest in Formeln zu fassen. Hans Magnus Enzensberger verfolgt auf ernsthafte und amüsante Weise die Geschichte der mathematischen Theorien, die Sicherheit und Glück versprechen: von der Gaußschen Normalverteilung über Wettervorhersagen bis hin zur Versicherungsmathematik und der Prognose von Aktienkursen. Trotz dieser Bemühungen bleibt unser Glück oft prekär, sei es bei Abenteuerreisen oder den mathematisch berechenbaren Erfolgsaussichten der Partnersuche. Wenn der Begriff des Unendlichen ins Spiel kommt, zeigt auch die Mathematik ihre metaphysischen Facetten. Leibniz sah in Gott den größten Mathematiker, und Kurt Gödel versuchte, den mittelalterlichen ontologischen Gottesbeweis mit Prädikatenlogik zu untermauern.

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Fortuna und Kalkül, Hans Magnus Enzensberger

Sprache
Erscheinungsdatum
2009
Einband
(Paperback)
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Titel
Fortuna und Kalkül
Untertitel
Zwei mathematische Belustigungen
Sprache
Deutsch
Verlag
Suhrkamp
Erscheinungsdatum
2009
Einband
Paperback
Seitenzahl
71
ISBN10
3518260227
ISBN13
9783518260227
Reihe
Beschreibung
Von Beginn an hat die Menschheit Praktiken entwickelt, um mit den unberechenbaren Wechselfällen ihrer Existenz umzugehen. Die Moderne hat sich jedoch nicht mit alten Beschwörungsformeln zufriedengegeben. Statt Aberglauben und Unvernunft trat das Kalkül, und der Fokus verlagerte sich von Schicksal auf Zufall. Mathematiker entwickelten Modelle, die sowohl beim Glücksspiel als auch bei ernsthaften Vorhersagen nützlich sein sollten. Die „Wahrscheinlichkeitstheorie“ wurde zum Schlüssel, um das Unbekannte zu beherrschen oder zumindest in Formeln zu fassen. Hans Magnus Enzensberger verfolgt auf ernsthafte und amüsante Weise die Geschichte der mathematischen Theorien, die Sicherheit und Glück versprechen: von der Gaußschen Normalverteilung über Wettervorhersagen bis hin zur Versicherungsmathematik und der Prognose von Aktienkursen. Trotz dieser Bemühungen bleibt unser Glück oft prekär, sei es bei Abenteuerreisen oder den mathematisch berechenbaren Erfolgsaussichten der Partnersuche. Wenn der Begriff des Unendlichen ins Spiel kommt, zeigt auch die Mathematik ihre metaphysischen Facetten. Leibniz sah in Gott den größten Mathematiker, und Kurt Gödel versuchte, den mittelalterlichen ontologischen Gottesbeweis mit Prädikatenlogik zu untermauern.