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Schatten des Kaiserreichs 10738

Die Reichsgründung von 1871 und ihr schwieriges Erbe

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Welche Rolle kommt dem Kaiserreich in der deutschen Demokratiegeschichte zu? Über diese Frage wurde anlässlich des 150. Jahrestags der Gründung des ersten deutschen Nationalstaats in der Geschichtswissenschaft wie der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Eckart Conze bezieht Stellung: Das deutsche Kaiserreich war ein Obrigkeitsstaat, an dessen Charakter weder allgemeines und gleiches Männerwahlrecht noch Rechtsstaatlichkeit etwas zu ändern vermochten. Die demokratische Tradition der Bundesrepublik könne sich nur in Distanz, nicht in Kontinuität zu dem Reich definieren, das seine langen Schatten über die Weimarer Republik geworfen habe. Conze legt dar, wie Preußens machtstaatliche Ambitionen zur Reichsgründung führten und in Form von Militarismus und aggressivem Nationalismus das Kaiserreich von Anfang an prägten. Er rekonstruiert auch die geschichtswissenschaftliche Debatte um dessen Bedeutung und Charakter seit 1945 und setzt sich mit der Forschung um die sogenannte Sonderwegsthese auseinander. Schließlich greift er jüngere Diskussionen um die Frage der Schuld des Deutschen Reiches am Beginn des Ersten Weltkriegs sowie um den Umgang mit dem preußischen Erbe in der Gegenwart auf - und warnt vor einem neuen Nationalismus, der verklärend auf die Vergangenheit schaue.

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Schatten des Kaiserreichs 10738, Eckart Conze

Sprache
Erscheinungsdatum
2021
Einband
(Paperback),
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Titel
Schatten des Kaiserreichs 10738
Untertitel
Die Reichsgründung von 1871 und ihr schwieriges Erbe
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Eckart Conze
Erscheinungsdatum
2021
Einband
Paperback
ISBN10
3742507389
ISBN13
9783742507389
Reihe
Schlagwörter
Beschreibung
Welche Rolle kommt dem Kaiserreich in der deutschen Demokratiegeschichte zu? Über diese Frage wurde anlässlich des 150. Jahrestags der Gründung des ersten deutschen Nationalstaats in der Geschichtswissenschaft wie der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Eckart Conze bezieht Stellung: Das deutsche Kaiserreich war ein Obrigkeitsstaat, an dessen Charakter weder allgemeines und gleiches Männerwahlrecht noch Rechtsstaatlichkeit etwas zu ändern vermochten. Die demokratische Tradition der Bundesrepublik könne sich nur in Distanz, nicht in Kontinuität zu dem Reich definieren, das seine langen Schatten über die Weimarer Republik geworfen habe. Conze legt dar, wie Preußens machtstaatliche Ambitionen zur Reichsgründung führten und in Form von Militarismus und aggressivem Nationalismus das Kaiserreich von Anfang an prägten. Er rekonstruiert auch die geschichtswissenschaftliche Debatte um dessen Bedeutung und Charakter seit 1945 und setzt sich mit der Forschung um die sogenannte Sonderwegsthese auseinander. Schließlich greift er jüngere Diskussionen um die Frage der Schuld des Deutschen Reiches am Beginn des Ersten Weltkriegs sowie um den Umgang mit dem preußischen Erbe in der Gegenwart auf - und warnt vor einem neuen Nationalismus, der verklärend auf die Vergangenheit schaue.