Textura: Alle belebten Dinge halten den Atem an
Gedichte. Zweisprachige Ausgabe
Charlotte Mew war eine britische Dichterin der Moderne, deren Werk sich mit den Komplexen von Familie, psychischer Gesundheit und gesellschaftlichen Zwängen auseinandersetzt. Ihre Poesie, gekennzeichnet durch eine kraftvolle lyrische Stimme und eindringliche Bilder, erforscht die Feinheiten menschlicher Verbindungen und innerer Kämpfe. Trotz persönlicher Tragödien und finanzieller Schwierigkeiten behielt Mew einen unverwechselbaren literarischen Stil bei, der mit Tiefe und Authentizität Anklang findet und ihr Anerkennung von prominenten Literaten ihrer Zeit einbrachte.


Gedichte. Zweisprachige Ausgabe
<b>"Die größte lebende Dichterin" Virginia Woolf </b> Charlotte Mew wurde von zeitgenössischen Schriftstellern tief bewundert – und dann vergessen. Während sie in England wiederentdeckt wurde, ist sie hierzulande nach wie vor praktisch unbekannt. Dieser Band versammelt ihre eindrucksvollsten Erzählungen erstmals in deutscher Sprache. Es sind Geschichten von menschlichen Extremerfahrungen, erzählt in einem Ton, der zart und stark zugleich ist und gerade in dieser Mischung elektrisiert. Um die Liebe, ihre Schattierungen und ihre Gefährdungen geht es in diesen Erzählungen, um das Ausgestoßensein aus der Gesellschaft, um die Fragilität der menschlichen Existenz. Manche Geschichten sind aus der Perspektive von Männern geschrieben, andere aus der von Frauen. Ihre Figuren sind meist gebrochene Gestalten und dabei von einer eigentümlichen Selbstgewissheit. Charlotte Mew nahm zeitgenössische Debatten etwa über die Machtstrukturen in der Ehe oder über die sexuellen Freiheiten von Frauen lebhaft wahr. Die Intensität des menschlichen Mitgefühls, das aus ihren Texten spricht, ist überall gepaart mit einer hellwachen Beobachtungsgabe. Mit Charlotte Mew ist eine große literarische Stimme wiederzuentdecken, die am Anfang der Moderne steht und gerade heute wieder direkt zu uns spricht.