Der ergreifende Roman eines viel zu kurzen Lebens - der Todestag von Charlotte Salomon jährt sich am 10.10. zum 60ten Mal. »Das ist mein ganzes Leben« – mit diesen Worten übergibt Charlotte Salomon einem Vertrauten 1942 einen Koffer voller Bilder. Sie erzählen ihre Geschichte: von der Kindheit im Berlin der Zwanzigerjahre, dem frühen Tod der Mutter, dem Zugang zu Berlins Künstlerkreisen durch die neue Frau des Vaters, dem Studium an der Kunstakademie, dem Leben als Malerin. Und dann: Flucht vor den Nationalsozialisten nach Südfrankreich, Leben im Exil, aber auch Liebe und Hochzeit. Nur ihre Bilder überleben – und damit ihre Geschichte, die David Foenkinos anrührend erzählt. Mit Leichtigkeit und Tiefgang, setzt David Foenkinos in diesem ergreifenden Roman über Leben, Liebe und Tod der jüdischen Künstlerin Charlotte Salomon ein Denkmal. Zeile für Zeile, in einer fast schon poetischen, reduzierten Sprache schreibt er über sie in seiner ganz eigenen Weise. »Charlotte« ist das Porträt eines verheißungsvollen Lebens, das viel zu früh beendet wurde.
Marianne Kaas Bücher






Auch hundert Leben, sagt Claude Lanzmann, Autor des epochemachenden Films Shoah, hätten nicht ausgereicht, seine Neugier auf das Leben zu stillen. Seine Autobiographie, literarisches Meisterwerk, Bestseller und «Buch des Jahres» in Frankreich, ist vieles in einem: Erzählung eines überreichen Lebens, Bild jüdischer Geschichte, Traktat über Freiheit und Gewalt. Vor allem aber das furiose Dokument einer amour fou mit dem Leben. «Ein epochales Meisterwerk! … Es beschwört das vergangene Jahrhundert mit unvergleichlicher suggestiver Kraft.» Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung «Man kann es getrost in die Reihe der großen Werke der Weltliteratur aufnehmen.» Die Welt «Voller Tiefsinn, Humor und Leidenschaft.» Der Spiegel
Pariser Tagebuch 1942-1944
- 336 Seiten
- 12 Lesestunden
Von April 1942 bis März 1944 führte Hélène Berr, eine frischgebackene Absolventin der Sorbonne, ein Tagebuch, das sowohl ein zutiefst bewegendes, intimes, erschütterndes Dokument als auch ein Text von erstaunlicher literarischer Reife ist. Mit ihren Kollegen spielt sie Geige und sucht Zuflucht in dem, was sie die „egoistische Magie“ der englischen Literatur und Poesie nennt. Doch dies ist Paris unter der Besatzung und ihre Familie ist jüdisch. Schließlich kommt die Zeit, in der alle Juden einen gelben Stern tragen müssen. Sie versucht, ruhig und rational zu bleiben und sich an die Routine zu halten: studieren, lesen, die Schönheit von Paris genießen. Doch immer gibt es die Angst vor der Zukunft, und schließlich werden Hélène und ihre Familie im März 1944 verhaftet, ins Durchgangslager Drancy gebracht und bald nach Auschwitz geschickt. Sie ging - wie später entdeckt wird - auf dem Todesmarsch nach Bergen-Belsen und starb dort 1945, nur Wochen vor der Befreiung des Lagers. Die letzten Worte in dem Tagebuch, das sie in Paris hinterlassen hatte, waren „Horror, Horror, Horror…“, ein abscheuliches und eindringliches Echo ihrer englischen Studien aus Heart of Darkness. Hélène Berrs Geschichte ist fast zu schmerzhaft zu lesen, da sie das Grauen vorwegnimmt, während sie gleichzeitig einen beneidenswerten Appetit auf das Leben, die Schönheit, die Literatur und all das, was bleibt, zeigt.
Das Kapital im 21. Jahrhundert
- 816 Seiten
- 29 Lesestunden
„Das Kapital im 21. Jahrhundert“ ist ein außergewöhnliches Werk, das unser Verständnis von Ökonomie revolutioniert und uns mit ernüchternden Lektionen konfrontiert. Es beleuchtet die Akkumulation und Distribution von Kapital sowie die dynamischen Faktoren, die entscheidend dafür sind. Die langfristige Evolution von Ungleichheit, die Konzentration von Wohlstand und die Chancen für ökonomisches Wachstum sind zentrale Themen, zu denen es bislang kaum befriedigende Antworten gab, da geeignete Daten und klare Theorien fehlten. Thomas Piketty analysiert Daten aus 20 Ländern, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen, um wesentliche ökonomische und soziale Muster offenzulegen. Seine Ergebnisse werden die Debatte über Wohlstand und Ungleichheit neu gestalten und die Agenda für zukünftige Diskussionen setzen. Piketty argumentiert, dass modernes ökonomisches Wachstum und Wissensverbreitung uns vor der apokalyptischen Ungleichheit bewahrt haben, die Karl Marx prophezeite. Dennoch haben wir die Strukturen von Kapital und Ungleichheit nicht in dem Maße verändert, wie es die optimistischen Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg vermuten ließen. Der Haupttreiber der Ungleichheit – dass Kapitalgewinne höher sind als Wachstumsraten – könnte extreme Ungleichheit hervorrufen, die den sozialen Frieden und die demokratischen Werte gefährdet. Politisches Handeln hat in der Vergangenheit ökonomische Ungleichheiten korrigiert, so Piketty, und kann di
De blauwe jurk van Camille / druk 2
- 132 Seiten
- 5 Lesestunden
Fictionalized biography of the last thirty years of the French sculptor Camille Claudel. She and August Rodin have been lovers. Camille has been put in a service home, against her will. She abides her time, waiting for visitors, who rarely come to visit her. Then her brother Paul takes her out, to the beach. Camille prepares carefully for the ride and the walk. Long periods of waiting; lots of memories; streams of thoughts, they all come and pass by. Described as only the French can; Desbordes’ writing is a fine example of French writing. JM
De uitdaagster
- 160 Seiten
- 6 Lesestunden
Door zijn aandacht en inlevingsvermogen voor mens en dier in een marginaal bestaan weet een eenvoudige man hen wat meer levensgeluk te verschaffen.
Für Antoine Roquentin, Einzelgänger und Außenseiter in einer Provinzstadt, verliert das Leben plötzlich seine Selbstverständlichkeit. Unnachsichtig um Selbsterforschung bemüht, versucht er seinem immer stärkeren Ekel vor Dingen und Menschen auf den Grund zu gehen. Die Erfahrungen, Empfindungen und Visionen des Helden dieses ersten und bedeutendsten Romans des Existentialismus gaben Anstöße zu einer neuen Lebensphilosophie, die bis heute nichts von ihrer Brisanz eingebüßt hat.
Das Badezimmer
- 113 Seiten
- 4 Lesestunden
Ein junger Mann trifft einen folgenreichen Entschluss: Ab jetzt will er sein Leben nur noch in der Badewanne verbringen. Dort liest er Bücher, geht seinen Gedanken nach. Und registriert interessiert, was um ihn herum passiert. Eines Tages reist er überstürzt nach Venedig, was der Beziehung zu seiner Frau aber auch nicht hilft. Also kehrt er wieder zurück. Oder hat er die Badewanne nie verlassen.
Der Liebhaber
- 193 Seiten
- 7 Lesestunden
In Saigon erlebt ein junges Mädchen die erste Liebe zu einem doppelt so alten chinesischen Mann.
Haiti zu Beginn der Sechzigerjahre. Während Papa Doc sich anschickt, zum Präsidenten auf Lebenszeit zu werden, lässt die schöne Mulattin Nirvah sich auf eine Affäre mit einem Staatssekretär ein, um das Leben ihres inhaftierten Mannes zu retten. Nach und nach ergreift der brutale Emporkömmling Besitz von ihr und ihrer Familie. Gewissheiten und die Begriffe von Gut und Böse zerfallen. Eine intimistische Schilderung der Duvalier-Diktatur und zugleich ein spannender Politthriller.
Nathan Fabre, ein junger Lehrer aus Paris, entdeckt während einer Klassenreise zum Konzentrationslager Buchenwald in einer Vitrine das Foto eines Häftlings, das ihn verwirrt: Der Mann sieht seinem Vater verblüffend ähnlich. Dieser jedoch wurde nie deportiert, auch sein Großvater nicht – wer ist der geheimnisvolle Fremde? Zurück in Paris stellt Nathan Nachforschungen an und findet bald heraus, dass der Fremde auf dem Foto David Wagner heißt und in Wahrheit sein Großvater ist. Nach und nach setzt sich ein zweiter, bisher verborgener Zweig seiner Familie zusammen, die Wagners, die mit den Fabres durch Leidenschaft und Denunziation, Schuld und Verzeihen verwoben sind. Auf einer Suche durch Frankreich und Deutschland, in seinem neuen Leben, das er mit einer jungen Deutschen teilt, die er gerade kennengelernt hat, erforscht Nathan die Geschichte der Großeltern, der Eltern und ebenso die eigene Identität: Wer zum Ursprung der Gewalt vordringt, trifft schließlich auch auf die eigene Gewalt. Als Fabrice Humbert den Roman 2009 in Frankreich veröffentlichte, beglückwünschte kein Geringerer als Jorge Semprún den talentierten jungen Autor. »Der Ursprung der Gewalt« wurde zum Literaturereignis des Jahres, vielfach preisgekrönt und über 100 000 Mal verkauft. 2016 folgte die Verfilmung durch Élie Chouraqui mit Richard Berry und Lars Eidinger.
Verslag door een psychoanalyste van haar behandeling van enkele zeer jonge kinderen.
Zelfportret (in den vreemde)
- 93 Seiten
- 4 Lesestunden
Tragikomische impressies van reizen naar uiteenlopende streken.





