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Das Verhör des Harry Wind

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Der Roman, der 1962 Walter Matthias Diggelmanns ersten großen Erfolg brachte, thematisiert brisante und aktuelle Fragen und besticht durch einen kargen, dokumentarischen Realismus, der den Zeitgeist widerspiegelt. Der Stoff basiert auf Diggelmanns persönlichen Erfahrungen als Texter in einer Werbeagentur, wo er die neuen Methoden der politischen Public Relations erlebte. Er war erstaunt über die Leichtigkeit, mit der Stimmungen manipuliert und Meinungen beeinflusst werden konnten, und gleichzeitig fasziniert von der einflussreichen Persönlichkeit seines Chefs, Rudolf Farner. Der Protagonist Harry Wind, der nicht direkt auf Farner basiert, zeigt jedoch ähnliche Züge eines erfolgreichen Werbers, durchzogen von autobiografischen Elementen. Diese Verbindung von beruflicher und persönlicher Erfahrung verleiht dem Roman Authentizität. Obwohl die Auseinandersetzung um Armee- und Abrüstungsfragen im Kontext des Kalten Krieges etwas zeitgebunden wirkt, bleiben die grundlegenden Fragen nach Wahrheit und Lüge im öffentlichen Diskurs und im eigenen Leben relevant. Harry Wind, als des Landesverrats Angeklagter, wird zum Geschichtenerzähler, dessen Erzählkunst ihm als Verteidigung dient. Für Diggelmann sind Geschichten sowohl literarische Formen als auch Versuche, der eigenen Wahrheit näherzukommen.

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Das Verhör des Harry Wind, Walter Matthias Diggelmann

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(Hardcover),
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Titel
Das Verhör des Harry Wind
Sprache
Deutsch
Einband
Hardcover
Reihe
Schlagwörter
Weltliteratur
Beschreibung
Der Roman, der 1962 Walter Matthias Diggelmanns ersten großen Erfolg brachte, thematisiert brisante und aktuelle Fragen und besticht durch einen kargen, dokumentarischen Realismus, der den Zeitgeist widerspiegelt. Der Stoff basiert auf Diggelmanns persönlichen Erfahrungen als Texter in einer Werbeagentur, wo er die neuen Methoden der politischen Public Relations erlebte. Er war erstaunt über die Leichtigkeit, mit der Stimmungen manipuliert und Meinungen beeinflusst werden konnten, und gleichzeitig fasziniert von der einflussreichen Persönlichkeit seines Chefs, Rudolf Farner. Der Protagonist Harry Wind, der nicht direkt auf Farner basiert, zeigt jedoch ähnliche Züge eines erfolgreichen Werbers, durchzogen von autobiografischen Elementen. Diese Verbindung von beruflicher und persönlicher Erfahrung verleiht dem Roman Authentizität. Obwohl die Auseinandersetzung um Armee- und Abrüstungsfragen im Kontext des Kalten Krieges etwas zeitgebunden wirkt, bleiben die grundlegenden Fragen nach Wahrheit und Lüge im öffentlichen Diskurs und im eigenen Leben relevant. Harry Wind, als des Landesverrats Angeklagter, wird zum Geschichtenerzähler, dessen Erzählkunst ihm als Verteidigung dient. Für Diggelmann sind Geschichten sowohl literarische Formen als auch Versuche, der eigenen Wahrheit näherzukommen.