Literarische Fiktion
Menschliche Schicksale und außergewöhnlich komplizierte Beziehungen. Familie, Erinnerung und Identität in Geschichten, die uns noch lange nach dem Umblättern der letzten Seite begleiten.
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Im Zentrum steht Anna, die sich gegen die starren Konventionen ihrer Zeit stellt und dafür einen hohen Preis zahlt. Tolstoi verurteilt sie nicht, idealisiert sie aber auch nicht. Anna ist leidenschaftlich, widersprüchlich, verletzlich und genau deshalb so modern. Parallel dazu läuft die Geschichte von Levin, der nach Sinn, Liebe und einem ehrlichen Leben sucht. Dieser Kontrast zwischen gesellschaftlicher Bühne und innerer Wahrheit ist eine der großen Stärken des Romans. Tolstois Blick auf seine Figuren ist erstaunlich fein. Er beobachtet, seziert, lässt denken und zweifeln. Dialoge, Gedanken, kleine Gesten, alles trägt Bedeutung. Das Tempo ist dabei gemächlich, manchmal sehr. Anna Karenina will nicht unterhalten im schnellen Sinne, sondern wirken. Wer sich darauf einlässt, wird mit enormer Tiefe belohnt. Natürlich ist das kein leichtes Buch. Der Roman ist umfangreich, stellenweise ausschweifend und fordert Aufmerksamkeit. Aber er fühlt sich nie leer an. Jede Seite dient dem großen Ganzen, jeder Umweg vertieft das Bild. Anna Karenina ist kein reiner Liebesroman, sondern ein schonungsloser Blick auf menschliche Sehnsüchte und gesellschaftliche Zwänge. Anspruchsvoll, bewegend und überraschend nah an der Gegenwart. Ein Klassiker, der seinen Status wirklich verdient.Ben @Buchkomet Blog


Jeden Sommer verbringt Rose mit ihren Eltern im Ferienhaus am See, und jeden Sommer trifft sie dort Windy, die für Rose die kleine Schwester ist, die sie nie hatte. Doch dieses Jahr will sich die Ferienidylle nicht so recht einstellen. Während Windy noch fest in ihrer Kindheit verwurzelt ist, verfolgt Rose mit wachsendem Interesse die Dramen um Liebe und Sexualität der älteren Teenager im Dorf. Zu Hause hat Rose mit ihren eigenen Dramen zu kämpfen, denn nicht nur Windy und sie, sondern auch ihre ständig streitenden Eltern scheinen sich mehr und mehr zu entfremden. “Man spürt bei Comics, ob die Sprache stimmt. Und hier stimmt sie. Genau wie das Lettering von Michael Hau. Ein Genuss. Der richtige Comic für den Sommer.” – Andreas Platthaus, faz.net Mit Unterstützung des Canada Council for the Arts.Franz K.






















































