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Gottes grausamer Spass?

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  • 360 Seiten
  • 13 Lesestunden

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"Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" – Diese Worte, die Jesus am Kreuz zugeschrieben werden, sind der Beginn von Psalm 22, dem Sterbegebet der Juden und spiegeln tiefste Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit wider. Heinrich Heine erlebte in seiner letzten Lebensphase (1848-1856) ähnliche Katastrophen, obwohl er dem Gott seiner Eltern und dem selbst gewählten Gott längst abgeschworen hatte. Karl-Josef Kuschel untersucht in Gottes grausamer Spaß? Heines komplexe Beziehung zu Gott während seiner Krankheit und politischen Hoffnungen. Heine, der 1825 vom Judentum zum Christentum übertrat, kämpfte zeit seines Lebens mit Gott, klagte ihn an und rebellierte gegen ihn, blieb jedoch stets mit ihm verbunden. Sein Hadern mit Gott zieht sich durch sein gesamtes Werk, insbesondere in seinem Spätwerk ab 1848. Kuschel bietet interessante Einblicke in Heines Leben und Werk und zeichnet dessen ehrliche Auseinandersetzung mit Glauben und Gott nach. Heines Texte aus dieser schweren Phase zeugen von seinem inneren Kampf und der Erkenntnis, ohne Gott nicht leben zu können. Ob er Frieden mit Gott fand, bleibt ungewiss. Zahlreiche Zitate und ein thematisch ausgewähltes Literaturverzeichnis bereichern das Leseerlebnis, obwohl ein Register oder Textstellenverzeichnis fehlt, was die Beschäftigung erschwert.

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Gottes grausamer Spass?, Karl-Josef Kuschel

Sprache
Erscheinungsdatum
2002
Einband
(Hardcover),
Buchzustand
Gebraucht - Sehr gut
Preis
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Titel
Gottes grausamer Spass?
Sprache
Deutsch
Verlag
Patmos
Erscheinungsdatum
2002
Einband
Hardcover
Seitenzahl
360
ISBN10
3491703506
ISBN13
9783491703506
Reihe
Beschreibung
"Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" – Diese Worte, die Jesus am Kreuz zugeschrieben werden, sind der Beginn von Psalm 22, dem Sterbegebet der Juden und spiegeln tiefste Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit wider. Heinrich Heine erlebte in seiner letzten Lebensphase (1848-1856) ähnliche Katastrophen, obwohl er dem Gott seiner Eltern und dem selbst gewählten Gott längst abgeschworen hatte. Karl-Josef Kuschel untersucht in Gottes grausamer Spaß? Heines komplexe Beziehung zu Gott während seiner Krankheit und politischen Hoffnungen. Heine, der 1825 vom Judentum zum Christentum übertrat, kämpfte zeit seines Lebens mit Gott, klagte ihn an und rebellierte gegen ihn, blieb jedoch stets mit ihm verbunden. Sein Hadern mit Gott zieht sich durch sein gesamtes Werk, insbesondere in seinem Spätwerk ab 1848. Kuschel bietet interessante Einblicke in Heines Leben und Werk und zeichnet dessen ehrliche Auseinandersetzung mit Glauben und Gott nach. Heines Texte aus dieser schweren Phase zeugen von seinem inneren Kampf und der Erkenntnis, ohne Gott nicht leben zu können. Ob er Frieden mit Gott fand, bleibt ungewiss. Zahlreiche Zitate und ein thematisch ausgewähltes Literaturverzeichnis bereichern das Leseerlebnis, obwohl ein Register oder Textstellenverzeichnis fehlt, was die Beschäftigung erschwert.