Karl-Josef Kuschel Bücher







Weihnachten bei Thomas Mann
- 190 Seiten
- 7 Lesestunden
Weihnachten nicht nur bei Buddenbrooks • Die Dimensionen des Festes im Werk des großen Dichters • Die Feier des Festes in der Familie Mann • Lesegenuss zum Weihnachtsfest 'Ich werde die Liebe zu den Zaubern des Weihnachtsfestes nie verlernen. Dieser Tag, dieser heiter geheiligte Abend, der aus Kinderaugen blickt, der die Kruste des Alltags von unserem Herzen löst und ein Lächeln menschlicher Rührung und Freude auf allen Gesichtern hervorruft, er ergreift mich heute, wie er mich als Knabe ergriff und beglückte.' (Thomas Mann) Wer kennt nicht die entlarvenden Darstellungen des Weihnachts-Rituals bei Thomas Mann? Trotz aller milieukritischen Durchleuchtung bringt er das Fest dennoch erst zum Leuchten. Der Ironie folgt im literarischen Werk zunehmend eine vertiefte Sicht. Das Weihnachtsfest wird zum Ausdruck universaler Menschheitshoffnung und gewinnt mit seinem humanen Geist ethisch und politisch orientierende Kraft. Die ungebrochene Inszenierung im Haus der Familie Mann lässt sichtbar werden, was das Fest nach wie vor bedeuten kann: Zusammenhalt, Hoffnung, liebevolle Gemeinschaft.
Theodor Heuss, die Schoah, das Judentum, Israel
- 440 Seiten
- 16 Lesestunden
Über Theodor Heuss (1884 – 1963), den ersten Bundespräsidenten, den Politiker, den Publizisten, ist fast alles schon gesagt. Doch ein Aspekt, eine Dimension seines Lebens und Wirkens ist bislang beinahe unbeachtet geblieben: sein einzigartig freundschaftliches Verhältnis zu vielen jüdischen Zeitgenossen, zum Judentum überhaupt – und insbesondere sein Engagement um eine wahrhaftige Erinnerungskultur, für eine »Wiedergutmachung« der Verbrechen am jüdischen Volk und die Aussöhnung mit Israel. Heuss ist der Mann, der früh nach dem Krieg das Wort von einer »Kollektivscham« der Deutschen zu prägen wagte und damit vehement gegen die Rede von einer »Kollektivschuld« stritt wie auch gegen diejenigen, die schon einen »Schlussstrich« unter die Vergangenheit ziehen wollten. Beiden Parteien wollte er es »bequem« nicht machen. Im Gegenteil: Heuss forderte für die Deutschen (und durchaus selbstkritisch auch für sich) einen »schweren Weg der Selbstreinigung«, weil ihm das wahrhaftige Eingedenken der Vergangenheit die Grundvoraussetzung für die Gewinnung einer glaubwürdigen demokratischen Zukunft war.
'Insgesamt darf Kuschels Buch als ebenso tiefschürfende wie verständlich geschriebene Hinführung zur Frage des interreligiösen Dialogs gewertet werden.'
Der Koran enthält die Weihnachtsgeschichte und erzählt in Sure 19 von der Geburt Jesu durch Maria. Obwohl es Unterschiede gibt, zeigen sich auch Parallelen im Verständnis Jesu zwischen Bibel und Koran. Karl-Josef Kuschel regt an, den Dialog zwischen Muslimen und Christen über diese Geburtsgeschichten zu fördern und die Friedensbotschaft von Weihnachten zu stärken.



