Beinhaltet die Erzählungen: Die Nacht vor Weihnachten Der Zauberer Ein Landjunker Wij, der König der Erdgeister Wie es kam, daß sich Iwan Iwanowitsch mit Iwan Nikiforowitsch entzweit hat Die Nase Der Mantel
Nikolai Gogol Bücher
Nikolai Wassiljewitsch Gogol (geboren als Nikolai Janowski, seit 1821 Gogol-Janowski; russisch Николай Васильевич Гоголь; ISO 9: Nikoláj Vasílʹevič Gógolʹ; ukrainisch Микола Васильович Гоголь; ISO 9: Mykóla Vasýlʹovyč Hóholʹ; * 20. Märzjul. / 1. April 1809greg. in Welyki Sorotschynzi, Gouvernement Poltawa, Russisches Reich; †21. Februarjul. / 4. März 1852greg. in Moskau, Russisches Reich) war ein russischer Schriftsteller, Dramatiker und Publizist ukrainischer Herkunft (damals als „Kleinrussland“ bezeichnet), sowie ein Ethnograph und Sammler ukrainischer Folklore.







Die beiden in Petersburg spielenden grotesk-phantastischen Novellen »Der Mantel« und »Die Nase« gehören zum Besten, was Gogol geschrieben hat. Weitere »Petersburger Novellen« und andere ausgewählte Prosa des Autors in: Nikolaj Gogol, »Erzählungen« (ISBN 978-3-15-020248-7)
Mirgorod
Erzählungen
'Mirgorod' ist eine Erzählungssammlung von Nikolai Gogol, einem der bedeutendsten russischen Schriftsteller. Der Band umfasst Geschichten wie 'Gutsbesitzer aus der alten Zeit' und 'Taras Bulba' und setzt die 'Abende auf dem Gutshof bei Dikanka' fort. Die Erzählungen sind oft für Theater und Film adaptiert worden.
Die Novelle "Aufzeichnungen eines Irren" ist Teil der Peterburger Novellen von N. W. Gogol. Sie reflektiert die Verbindung zur damaligen Hauptstadt Sankt-Petersburg und markiert eine bedeutende Phase in Gogols Schaffen, bekannt als seine Petersburgperiode.
In Das Porträt erweist sich das Bildnis eines Wucherers, das der arme, begabte Maler Tschartkow im Trödelladen erwirbt, als verhängnisvoll. So wie der Wucherer alle, denen er Geld lieh, mit seinem bösen Geist erfüllte, werden auch die Besitzer seines Porträts ihres Lebens nicht mehr froh. Gogol ist in dieser Erzählung noch der hoffmannesken Schauerromantik ergeben. – In den beiden anderen Novellen des Bandes – Die Nase und Der Mantel – geht es grotesker und noch unheimlicher zu. Am Morgen des 25. März findet der Barbier Jakowlewitsch die Nase seines Kunden Kowaljow in seinem Frühstücksbrot. Im Glauben, sie Kowaljow im Rausch abgeschnitten zu haben, eilt der Barbier aus dem Haus und wirft sie in die Neva. Er wird dabei von einem Polizisten beobachtet, der ihn festnimmt und einem Verhör unterzieht. Kowaljow unterdessen stellt bei der Morgentoilette erschrocken fest, dass dort, wo seine Nase sitzen müsste, sich eine glatte Stelle befindet … Der Ministerialbeamte Akakijewitsch spart auf einen dringend benötigten neuen Wintermantel, den er sich einiges kosten lässt. An dem triumphalen Tag, da er das ersehnte Stück vom Schneider erhält, wird er vom Bürovorsteher sogar zu einem Festessen eingeladen. In der Nacht auf dem Rückweg überfallen ihn Diebe und entreißen ihm den Mantel. Der Verlust richtet ihn nach und nach seelisch und physisch zugrunde.
Aleksandr Puškin und Nikolaj Gogol verband eine literarisch produktive Freundschaft, die durch ihren Briefwechsel dokumentiert ist. Als sie 1830 zusammentrafen, war Puškin der bewunderte Meister, während Gogol ein schüchterner Geschichtsstudent war, der in Petersburg eine akademische Karriere anstrebte. Puškin erkannte sofort Gogols Erzähltalent und förderte ihn mit Feingefühl. Die vier Briefe von Puškin und neun von Gogol zeugen von gegenseitiger Achtung und Zuneigung, wobei beide das Talent des anderen anerkennen und feiern. Der Briefwechsel, der sich über sechs Jahre von 1831 bis 1836 erstreckt, erfasst einen historischen Moment, der entscheidend für die Entwicklung der russischen Literatur im „Goldenen Zeitalter“ war. Kaum ein bedeutender Titel dieser Zeit bleibt unerwähnt. Die Korrespondenz zeigt den Übergang von der lyrischen Dichtung, die Puškin zur Vollendung brachte, zur erzählerischen Prosa, die 1842 mit Gogols „Toten Seelen“ einen neuen Höhepunkt erreichte – ein Sujet, das Gogol von Puškin „überlassen“ bekam. Ein weiteres Zeugnis dieser Freundschaft ist Gogols Aufsatz „Einige Worte über Puškin“.
Eine Nase entweicht ihrem Besitzer und geht promenieren; ein verarmter Maler findet jede Menge Golddukaten im Rahmen eines Porträts; die Anschaffung eines neuen Mantels wird einem Kopisten zum Verhängnis – in den Geschichten von Nikolai Gogol geschehen seltsame und auch zunehmend unheimliche Dinge. Wie sich zeigt, hat dabei der Teufel gern seine Finger im Spiel. Gogol war ein Meister im Spiel mit Wirklichkeit und Phantastik. Dieser Band enthält die Novellen »Der Newski-Prospekt«, »Die Nase«, »Das Porträt«, »Der Mantel« und »Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen«.



