«Unser Zeitalter der Ausgrabungen, das den Dingen begegnen will wie sie sind, hat nun auch die Züge Thereses vom Kinde Jesus aus einem wahren Grab von Schminke gehoben; als die entstellenden Schichten wegfielen, trat, wie nicht anders zu erwarten war, das Gnadenwunder von Lisieux mit dem ganzen Glanz und der schlichten Evidenz des Ursprünglichen zutage. Es ist zunächst eine Sache der Atmosphäre: wie wenn man aus einer sorgföltig verschlossenen ‹guten Stube› in den Wald hinaus tritt und man weiß plötzlich was frische Luuft heißt und was Atmen, und man fühlt sich so dankbar, daß man die Frage, warum einem dieses Einfache solange vorenthalten wurde, auf sich beruhen läßt. Was aus unbegreiflicher Überkleisterung befreit uns entgegentritt, ist etwas Jugendfrisches, Spontanes, erschreckend Hüllenloses, das sich so sorgenfrei nur geben kann, weil es sich unangrifbar geborgen weiß in den Schleiern der Gnade.»
Thérèse of Lisieux Bücher
Diese Karmelitin erlangte Berühmtheit durch ihre Schriften, die eine tiefe Spiritualität und einen auf Liebe und Vertrauen zentrierten Glauben offenbaren. Ihr Vermächtnis liegt in der Entdeckung eines neuen, einfachen Weges, sich Gott zu nähern, einem Weg des Vertrauens und der Kleinheit. Trotz ihres Wunsches nach Verborgenheit verbreiten sich ihre Schriften und Gedanken bis heute und inspirieren Millionen von Menschen weltweit. Ihr literarischer Stil und ihre tiefen spirituellen Einsichten machen sie zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten der spirituellen Literatur.







Geschichte einer Seele
Die Heilige von Lisieux erzählt aus ihrem Leben
Die Heilige von Lisieux erzählt aus ihrem Leben In „Geschichte einer Seele“ schildert die hl. Therese von Lisieux (1873–1897) ihr Leben von der Kindheit in Alençon bis zu ihrem „Martyrium des Herzens“ im Karmel. Als verwöhntes und behütetes Kind aus einem frommen Elternhaus wächst sie in einer liebevollen Atmosphäre auf. Mit 14 Jahren möchte sie ihrer älteren Schwester ins Kloster folgen, was ihr mit 15 trotz Widerständen gelingt. Im Kloster beginnen jedoch früh die inneren Prüfungen, die jedem, der Gott nahekommen möchte, zur Läuterung und Reifung auferlegt sind. Therese erlebt eine tiefe innere Leere und das Gefühl der Abwesenheit Gottes. Weder Gebete noch gute Werke oder der Empfang der Eucharistie bringen ihr Trost. Stattdessen beginnt sie, diese Leere zu akzeptieren und mit Vertrauen zu lieben. Sie beschließt, selbst die kleinsten Handlungen aus Liebe zu vollbringen. Therese wurde 1923 selig- und 1925 von Papst Pius XI. heiliggesprochen. 1927 erklärte er sie zur Patronin der Mission. 1997 erhob Papst Johannes Paul II. sie zur Kirchenlehrerin. 292 Seiten, Taschenbuch, 10,5 x 17,5 cm, ISBN 978-3-7902-2090-2
Das Buch »Letzte Gespräche der Heiligen von Lisieux« kann als Testament der heiligen Therese von Lisieux betrachtet werden. Es ist ein sachlicher Bericht und zugleich eine Lehre über das Thema: Wie leidet, lebt und stirbt eine Heilige? Ihre Gedanken über ihren tiefen Glauben an das ewige Leben, ihr unermüdliches Ringen um das Heil der Seelen – der Grund für ihre schrecklichen Leiden, die sie auf sich nahm – und ihre ständig wachsende Gottesliebe sind in diesem Band wiedergegeben. Es ist das gewaltige Finale eines unvergleichlichen Lebens und eine geistige Hinterlassenschaft für alle, die auf der Suche sind oder ihren Glauben vertiefen wollen.



