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Prolog Gleich. Der Tod würde eintreten. Der beste Augenblick, auf den es ankam, für den sich jedes Risiko lohnte. Der Puls am Handgelenk war nicht mehr tastbar, und selbst an der Halsschlagader kaum wahrnehmbar. Doch sie holte noch einmal Atem, kämpfte weiter in einem verlorenen Kampf. Während das eine Herz sich seinem letzten Schlag näherte, trommelte das andere wild in ihrem Brustkorb, wie ein Vogel, der vergeblich zu entkommen versuchte. Es war dunkel im Zimmer, das Licht schimmerte nur schwach durch den Türspalt. Gleich. Vor Aufregung zitternde Finger tasteten über die seidenweiche, papierdünne Haut des Halses. Kein Puls mehr zu finden, und doch schlug das tapfere Herz weiter. Ein weiterer Atemzug – war es der letzte? Ungeduld überkam das Herz: War es nicht längst Zeit? Doch dann geschah es. Nach endlosen Sekunden riss sie Mund und Augen auf, die Pupillen geweitet, und holte Luft. Dann sank sie zurück ins Kissen, in dem ihr schmächtiger Körper viel zu klein wirkte. Der letzte Atemzug entwich zwischen ihren Lippen, die sich über den zahnlosen Kiefer spannten. Das flatternde Herz jubilierte. „Du hast es verdient. Ruhe in Frieden.“ Sanft schloss seine Hand die Lider der kleinen Frau, dann trat er einen Schritt zurück und schloss die Hände um die kühlen Gegenstände in seinen Taschen, um das Zittern zu unterdrücken. Als die Figur das Zimmer verließ, löschte sie das Licht und zog die Tür behutsam zu, in der Hoffnung, niemand hö
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Der blaue Tod, Marley Alexis Owen
- Sprache
- Erscheinungsdatum
- 2023
- Einband
- (Paperback)
Hier könnte deine Bewertung stehen.
- Titel
- Der blaue Tod
- Untertitel
- Sara Konrad Thriller (Band 2)
- Sprache
- Deutsch
- Autor*innen
- Marley Alexis Owen
- Verlag
- Nova MD
- Erscheinungsdatum
- 2023
- Einband
- Paperback
- Seitenzahl
- 308
- ISBN10
- 3985958416
- ISBN13
- 9783985958412
- Reihe
- Kategorien
- Schlagwörter
- Krimi
- Bewertung
- 4,7 von 5 Sternen
- Beschreibung
- Prolog Gleich. Der Tod würde eintreten. Der beste Augenblick, auf den es ankam, für den sich jedes Risiko lohnte. Der Puls am Handgelenk war nicht mehr tastbar, und selbst an der Halsschlagader kaum wahrnehmbar. Doch sie holte noch einmal Atem, kämpfte weiter in einem verlorenen Kampf. Während das eine Herz sich seinem letzten Schlag näherte, trommelte das andere wild in ihrem Brustkorb, wie ein Vogel, der vergeblich zu entkommen versuchte. Es war dunkel im Zimmer, das Licht schimmerte nur schwach durch den Türspalt. Gleich. Vor Aufregung zitternde Finger tasteten über die seidenweiche, papierdünne Haut des Halses. Kein Puls mehr zu finden, und doch schlug das tapfere Herz weiter. Ein weiterer Atemzug – war es der letzte? Ungeduld überkam das Herz: War es nicht längst Zeit? Doch dann geschah es. Nach endlosen Sekunden riss sie Mund und Augen auf, die Pupillen geweitet, und holte Luft. Dann sank sie zurück ins Kissen, in dem ihr schmächtiger Körper viel zu klein wirkte. Der letzte Atemzug entwich zwischen ihren Lippen, die sich über den zahnlosen Kiefer spannten. Das flatternde Herz jubilierte. „Du hast es verdient. Ruhe in Frieden.“ Sanft schloss seine Hand die Lider der kleinen Frau, dann trat er einen Schritt zurück und schloss die Hände um die kühlen Gegenstände in seinen Taschen, um das Zittern zu unterdrücken. Als die Figur das Zimmer verließ, löschte sie das Licht und zog die Tür behutsam zu, in der Hoffnung, niemand hö