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Aus unserer Zeit

Geschichten

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  • 122 Seiten
  • 5 Lesestunden

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An dem Porzellanschild einer kleinen Parterrewohnung, in einem regen Geschäftsviertel der Stadt, war das Wörtchen »von« mit schwarzer Tinte so kräftig nachgezogen, daß der Name Feldern daneben sich beinahe unansehnlich ausnahm. Dies und der Umstand, daß Frau von Feldern auch beim Sprechen ihr »von« über alles Maß zu betonen pflegte, hatte der Familie die überaus kurze, aber vollwichtige Benennung »Vons« eingetragen. Man lächelte in der Nachbarschaft, wenn das Paar miteinander über die Straße ging; sie immer in schwarzer Seide, schlank und hager, mit Augen, die eigentlich sehr lebhaft waren, denen sie aber einen blasiert vornehmen Ausdruck zu geben bemüht war. Auch Herr von Feldern war schlank, er ging immer in Grau, trug einen schön gepflegten Backenbart und weiße glänzende Manschetten bis vor auf die Fingerspitzen, Dies war seine Haupteigentümlichkeit; im übrigen war er die Harmlosigkeit selbst und hatte nur ein einzigesmal in seinem Leben ausgeschlagen damals, als er mit neunzehn Jahren als junger Fähnrich urplötzlich selbständig im Leben stand.

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Aus unserer Zeit, Hermine Villinger

Sprache
Erscheinungsdatum
2023
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(Paperback)
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Titel
Aus unserer Zeit
Untertitel
Geschichten
Sprache
Deutsch
Verlag
Culturea
Erscheinungsdatum
2023
Einband
Paperback
Seitenzahl
122
ISBN13
9791041906994
Reihe
Beschreibung
An dem Porzellanschild einer kleinen Parterrewohnung, in einem regen Geschäftsviertel der Stadt, war das Wörtchen »von« mit schwarzer Tinte so kräftig nachgezogen, daß der Name Feldern daneben sich beinahe unansehnlich ausnahm. Dies und der Umstand, daß Frau von Feldern auch beim Sprechen ihr »von« über alles Maß zu betonen pflegte, hatte der Familie die überaus kurze, aber vollwichtige Benennung »Vons« eingetragen. Man lächelte in der Nachbarschaft, wenn das Paar miteinander über die Straße ging; sie immer in schwarzer Seide, schlank und hager, mit Augen, die eigentlich sehr lebhaft waren, denen sie aber einen blasiert vornehmen Ausdruck zu geben bemüht war. Auch Herr von Feldern war schlank, er ging immer in Grau, trug einen schön gepflegten Backenbart und weiße glänzende Manschetten bis vor auf die Fingerspitzen, Dies war seine Haupteigentümlichkeit; im übrigen war er die Harmlosigkeit selbst und hatte nur ein einzigesmal in seinem Leben ausgeschlagen damals, als er mit neunzehn Jahren als junger Fähnrich urplötzlich selbständig im Leben stand.