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Anton der Wilderer

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  • 86 Seiten
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Anfang der 50er-Jahre erzählte mir ein Drehermeister vom Hüttenwerk, dass er im Wald hinterm Stürzelhof beim Wildern vom Förster überrascht wurde. Er konnte sein Gewehr gerade noch rechtzeitig fallen lassen und mit dem Fuß Laub darüber verteilen. Am nächsten Tag wollte er es wieder holen. Der Förster aber war auch wieder um den Weg. So sei das wochenlang gegangen. Erst nach ungefähr einem Monat war die Angst vor dem Verrosten seiner Waffe größer als die Angst vor dem Förster. Der Heimtransport sei erst gelungen, als er erfuhr, der Förster sei mit dem Zug weggefahren. Und noch eine wahre Geschichte: Ein neuer Pfarrer war ins Dorf gekommen. Die Königsbronner wissen noch seinen Namen, aber auch, dass er leidenschaftlicher Jäger war. Hans, der Sohn des soeben erwähnten, gelegentlich wildernden Mitbürgers ging gleich in der ersten Woche zum Pfarrer mit der vorwurfsvollen Bemerkung: Herr Pfarrer, sie jagen! Die Antwort: Na und! Die Replik: ´S Wild ghert och ons! Wie bewusst diese Einstellung seit eh und je hier lebendig ist, zeigt die Tatsache, dass im Torbogenhaus des ehemaligen Klosters eines von gerade drei Wilderermuseen in ganz Deutschland ist. Übrigens die Verurteilung und Hinrichtung von Hiasl Klostermayr in Dillingen ist historisch.“

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Anton der Wilderer, Ulrich Kadelbach

Sprache
Erscheinungsdatum
2025
Einband
(Paperback)
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Titel
Anton der Wilderer
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Ulrich Kadelbach
Erscheinungsdatum
2025
Einband
Paperback
Seitenzahl
86
ISBN13
9783911002158
Reihe
Beschreibung
Anfang der 50er-Jahre erzählte mir ein Drehermeister vom Hüttenwerk, dass er im Wald hinterm Stürzelhof beim Wildern vom Förster überrascht wurde. Er konnte sein Gewehr gerade noch rechtzeitig fallen lassen und mit dem Fuß Laub darüber verteilen. Am nächsten Tag wollte er es wieder holen. Der Förster aber war auch wieder um den Weg. So sei das wochenlang gegangen. Erst nach ungefähr einem Monat war die Angst vor dem Verrosten seiner Waffe größer als die Angst vor dem Förster. Der Heimtransport sei erst gelungen, als er erfuhr, der Förster sei mit dem Zug weggefahren. Und noch eine wahre Geschichte: Ein neuer Pfarrer war ins Dorf gekommen. Die Königsbronner wissen noch seinen Namen, aber auch, dass er leidenschaftlicher Jäger war. Hans, der Sohn des soeben erwähnten, gelegentlich wildernden Mitbürgers ging gleich in der ersten Woche zum Pfarrer mit der vorwurfsvollen Bemerkung: Herr Pfarrer, sie jagen! Die Antwort: Na und! Die Replik: ´S Wild ghert och ons! Wie bewusst diese Einstellung seit eh und je hier lebendig ist, zeigt die Tatsache, dass im Torbogenhaus des ehemaligen Klosters eines von gerade drei Wilderermuseen in ganz Deutschland ist. Übrigens die Verurteilung und Hinrichtung von Hiasl Klostermayr in Dillingen ist historisch.“