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Heimweh nach gestern

Eine Geschichte der Nostalgie in Deutschland

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Ja, die gute alte Zeit. Mode, Musik, Wirtschaftswachstum – alles war früher angeblich besser. Kaum etwas scheint heute so zu verfangen wie die Sehnsucht nach dem besseren Gestern. Sogar die Politik, so der Vorwurf, geht mit Nostalgie auf Stimmenfang. Doch Nostalgie ist weder so neu noch so schlecht, wie ihr Ruf es suggeriert. Tobias Becker erzählt die Geschichte des geteilten und wiedervereinigten Deutschlands durch seinen Umgang mit der Vergangenheit. Wie die Jugend der 1960er Jahre die »Goldenen Zwanziger« wiederentdeckte und die der 1970er den Rock’n’Roll der 1950er Jahre – und wie gleichzeitig die Nazi-Vergangenheit zurückkehrte: Persil-Waschmittel statt Vergangenheitsbewältigung. Galt Nostalgie bis 1990 auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs als »westlich-kapitalistisches Phänomen«, schien sie danach nur noch in Ostdeutschland zu existieren. Doch warum findet sich zwar die Ost-, aber nicht die Westalgie im Duden? Nostalgie dient Tobias Becker als Schlüssel zum Verständnis der deutschen Gesellschaft. Denn der Begriff verrät mehr über diejenigen, die ihn verwenden, als über die, auf die er angewendet wird. Ob Retrotrends in der Popkultur oder die Geschichtspolitik populistischer Parteien: Im Blick aufs Gestern zeigt sich, wer wir heute sind – oder sein wollen.

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Heimweh nach gestern, Tobias Becker

Sprache
Erscheinungsdatum
2026
Einband
(Hardcover)
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Titel
Heimweh nach gestern
Untertitel
Eine Geschichte der Nostalgie in Deutschland
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Tobias Becker
Verlag
Suhrkamp
Erscheinungsdatum
2026
Einband
Hardcover
Seitenzahl
270
ISBN13
9783518432846
Reihe
Beschreibung
Ja, die gute alte Zeit. Mode, Musik, Wirtschaftswachstum – alles war früher angeblich besser. Kaum etwas scheint heute so zu verfangen wie die Sehnsucht nach dem besseren Gestern. Sogar die Politik, so der Vorwurf, geht mit Nostalgie auf Stimmenfang. Doch Nostalgie ist weder so neu noch so schlecht, wie ihr Ruf es suggeriert. Tobias Becker erzählt die Geschichte des geteilten und wiedervereinigten Deutschlands durch seinen Umgang mit der Vergangenheit. Wie die Jugend der 1960er Jahre die »Goldenen Zwanziger« wiederentdeckte und die der 1970er den Rock’n’Roll der 1950er Jahre – und wie gleichzeitig die Nazi-Vergangenheit zurückkehrte: Persil-Waschmittel statt Vergangenheitsbewältigung. Galt Nostalgie bis 1990 auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs als »westlich-kapitalistisches Phänomen«, schien sie danach nur noch in Ostdeutschland zu existieren. Doch warum findet sich zwar die Ost-, aber nicht die Westalgie im Duden? Nostalgie dient Tobias Becker als Schlüssel zum Verständnis der deutschen Gesellschaft. Denn der Begriff verrät mehr über diejenigen, die ihn verwenden, als über die, auf die er angewendet wird. Ob Retrotrends in der Popkultur oder die Geschichtspolitik populistischer Parteien: Im Blick aufs Gestern zeigt sich, wer wir heute sind – oder sein wollen.