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Keine Angst vorm Sterben?

Selbsttötungen in Altbayern zwischen Aufklärung und Romantik

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Dieses Buch erzählt von Bayern abseits barocker Farbigkeit und bierseliger Gemütlichkeit – von dem Bayern der Ängste und dunklen Sehnsüchte. Es geht um Menschen, die weniger Angst vor dem Tod als vor dem Leben hatten: um den Bauern, dessen Leidenschaft es war, die Kleider seiner Frau anzuziehen – ein letztes Mal, als er sich erhängte; um das adelige Fräulein, das sich anzündete, um für seine Sünden zu büßen; um den Mann, der einem Pakt mit dem Teufel durch einen Sprung in die Altmühl entkommen wollte. Diese und viele weitere Fälle finden sich in den 532 Suizidakten des Bistumsarchivs Regensburg, des größten derartigen Bestands im deutschen Sprachraum, 1719 bis 1855 angelegt, um über die Beerdigungs- strafen zu entscheiden, die auf Selbsttötung standen. Dabei wurden Geschichten aufgeschrieben, die ein Sittengemälde Bayerns von seiner Nachtseite her entstehen lassen – eine bayerische histoire noire.

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Keine Angst vorm Sterben?, Johann Kirchinger

Sprache
Erscheinungsdatum
2026
Einband
(Hardcover)
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Titel
Keine Angst vorm Sterben?
Untertitel
Selbsttötungen in Altbayern zwischen Aufklärung und Romantik
Sprache
Deutsch
Verlag
Pustet, F
Erscheinungsdatum
2026
Einband
Hardcover
Seitenzahl
448
ISBN13
9783791736815
Reihe
Beschreibung
Dieses Buch erzählt von Bayern abseits barocker Farbigkeit und bierseliger Gemütlichkeit – von dem Bayern der Ängste und dunklen Sehnsüchte. Es geht um Menschen, die weniger Angst vor dem Tod als vor dem Leben hatten: um den Bauern, dessen Leidenschaft es war, die Kleider seiner Frau anzuziehen – ein letztes Mal, als er sich erhängte; um das adelige Fräulein, das sich anzündete, um für seine Sünden zu büßen; um den Mann, der einem Pakt mit dem Teufel durch einen Sprung in die Altmühl entkommen wollte. Diese und viele weitere Fälle finden sich in den 532 Suizidakten des Bistumsarchivs Regensburg, des größten derartigen Bestands im deutschen Sprachraum, 1719 bis 1855 angelegt, um über die Beerdigungs- strafen zu entscheiden, die auf Selbsttötung standen. Dabei wurden Geschichten aufgeschrieben, die ein Sittengemälde Bayerns von seiner Nachtseite her entstehen lassen – eine bayerische histoire noire.