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Eugenische Vernunft

Eingriffe in die reproduktive Kultur durch die Medizin 1900-2000

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Von den eugenischen Debatten im Bereich der „Konstitutions- und Vererbungslehre“, der „Sozialen Medizin“, der „Rassenhygiene“ und der Bevölkerungspolitik in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, über die Durchsetzung einer „angewandten Rassenhygiene“ während der nationalsozialistischen Herrschaft, bis hin zu den biomedizinischen Zeugungs- und Selektionstechniken der Gegenwart, analysiert die Autorin die Bedingungen für die Entstehung und Durchsetzung einer eugenischen Vernunft und deren Strategien zur medizinisch unterstützten Reglementierung menschlicher Fortpflanzung. Strategien, die auf der Grundlage vererbungsbiologischen Wissens, mit Hilfe von rechtlich sanktionierten Selektionstechniken, zur Lösung sozialer Probleme beitragen sollen, wobei Prävention als Schutz- und Kontrolltechnik eine allgemeine Steuerungsfunktion einnimmt. An umfangreichem Quellenmaterial, das im Kern in der „Wiener Klinischen Wochenschrift“ der Jahrgänge 1900-2000 recherchiert wurde, wird der erfolgreiche Aufstieg der eugenischen Vernunft zu einer zustimmungsfähigen Idee und Praxis nachgezeichnet.

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Eugenische Vernunft, Maria Wolf

Sprache
Erscheinungsdatum
2008
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(Paperback),
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Titel
Eugenische Vernunft
Untertitel
Eingriffe in die reproduktive Kultur durch die Medizin 1900-2000
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Maria Wolf
Erscheinungsdatum
2008
Einband
Paperback
Seitenzahl
818
ISBN10
3205777611
ISBN13
9783205777618
Reihe
Beschreibung
Von den eugenischen Debatten im Bereich der „Konstitutions- und Vererbungslehre“, der „Sozialen Medizin“, der „Rassenhygiene“ und der Bevölkerungspolitik in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, über die Durchsetzung einer „angewandten Rassenhygiene“ während der nationalsozialistischen Herrschaft, bis hin zu den biomedizinischen Zeugungs- und Selektionstechniken der Gegenwart, analysiert die Autorin die Bedingungen für die Entstehung und Durchsetzung einer eugenischen Vernunft und deren Strategien zur medizinisch unterstützten Reglementierung menschlicher Fortpflanzung. Strategien, die auf der Grundlage vererbungsbiologischen Wissens, mit Hilfe von rechtlich sanktionierten Selektionstechniken, zur Lösung sozialer Probleme beitragen sollen, wobei Prävention als Schutz- und Kontrolltechnik eine allgemeine Steuerungsfunktion einnimmt. An umfangreichem Quellenmaterial, das im Kern in der „Wiener Klinischen Wochenschrift“ der Jahrgänge 1900-2000 recherchiert wurde, wird der erfolgreiche Aufstieg der eugenischen Vernunft zu einer zustimmungsfähigen Idee und Praxis nachgezeichnet.