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Muttersprache, Vaterland

Eine Sprachfindung

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  • 132 Seiten
  • 5 Lesestunden

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… Es ging also darum, nicht mehr zurückzublicken, sondern zu akzeptieren, wo sie jetzt stand. Auch Louise war in Gewohnheitsmustern gefangen, die sie veranlassten anzuhaften, sodass sogleich die alten Gedanken und die alten Reaktionen wiederkehrten. So projizierten die Menschen ihre Welt. Louise erkannte, dass sie, wenn es ihr gelang, nur ab und zu diese Wahrheit zu erkennen, die Erstarrung aufbrechen, das alte Gepäck abwerfen konnte … „Deutsch zu sprechen hieß für beide Frauen, zurückzukehren zu einem Selbst, mit welchem sie sich nicht mehr identifizieren. Englisch war die Gegenwart …“ Die Deutsche Marlene und das österreichische Besatzungskind Louise lernen einander in San Francisco kennen. Als Marlene ihre Erinnerungen erzählt, findet auch Louise den Mut, sich mit ihrem Leben auseinanderzusetzen. Gab es zwischen Muttersprache und Vaterland einen Platz für sie? Da sie als Kind ihre innere Stimme verloren hat, wie kann sie diese jetzt, an der Schwelle zum Alter, wieder finden?

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Muttersprache, Vaterland, Ilse Lehnert

Sprache
Erscheinungsdatum
1994
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(Paperback)
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Titel
Muttersprache, Vaterland
Untertitel
Eine Sprachfindung
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Ilse Lehnert
Erscheinungsdatum
1994
Einband
Paperback
Seitenzahl
132
ISBN10
3990283189
ISBN13
9783990283189
Reihe
Schlagwörter
Belletristik, Erzählung
Beschreibung
… Es ging also darum, nicht mehr zurückzublicken, sondern zu akzeptieren, wo sie jetzt stand. Auch Louise war in Gewohnheitsmustern gefangen, die sie veranlassten anzuhaften, sodass sogleich die alten Gedanken und die alten Reaktionen wiederkehrten. So projizierten die Menschen ihre Welt. Louise erkannte, dass sie, wenn es ihr gelang, nur ab und zu diese Wahrheit zu erkennen, die Erstarrung aufbrechen, das alte Gepäck abwerfen konnte … „Deutsch zu sprechen hieß für beide Frauen, zurückzukehren zu einem Selbst, mit welchem sie sich nicht mehr identifizieren. Englisch war die Gegenwart …“ Die Deutsche Marlene und das österreichische Besatzungskind Louise lernen einander in San Francisco kennen. Als Marlene ihre Erinnerungen erzählt, findet auch Louise den Mut, sich mit ihrem Leben auseinanderzusetzen. Gab es zwischen Muttersprache und Vaterland einen Platz für sie? Da sie als Kind ihre innere Stimme verloren hat, wie kann sie diese jetzt, an der Schwelle zum Alter, wieder finden?