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Falscher Bahnsteig

Die Geschichte eines sogenannten Verbrechers

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Seit 1872 war § 175 im Strafgesetzbuch des Deutschen Reiches ein Gesetz, das homosexuelle Handlungen unter Männern strafbar machte. Während der Nazizeit wurde dieser Paragraph verschärft und blieb in dieser Form bis zur Reform 1969 im Strafgesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland. In dieser Zeit wurden rund 100.000 homosexuelle Männer verfolgt, von denen etwa 50.000 verurteilt wurden, viele erhielten Gefängnisstrafen. Selbst nach der Reform galten diese Männer weiterhin über Jahrzehnte als vorbestraft. Die durch diesen Paragraphen verursachten Menschenrechtsverletzungen und das damit verbundene Leid sind kaum zu fassen. Viele Leben wurden zerstört und Existenzen vernichtet, und die betroffenen Männer trugen oft lebenslang an dieser Last. In dieser Erzählung wird das Schicksal von Friedrich Herrenberger beleuchtet, der aus einer streng katholischen Familie stammt und im Sommer 2016 seinem Großneffen Ragnar offenbart, dass er wegen § 175 vorbestraft ist. Diese Offenbarung wirft Fragen auf: Was hat dieses Gesetz mit seinem Leben gemacht? Wie hat es ihn als Mensch geprägt? Und welche Auswirkungen hat es auf Ragnar, der selbst heimlich in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung lebt? Der Roman beleuchtet ein dunkles Kapitel der deutschen Rechtsgeschichte, das viele Menschen stark betroffen hat und deren Leiden bis heute nachwirkt.

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Falscher Bahnsteig, Wolf Bruske

Sprache
Erscheinungsdatum
2018
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(Paperback)
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Titel
Falscher Bahnsteig
Untertitel
Die Geschichte eines sogenannten Verbrechers
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Wolf Bruske
Verlag
WDL-Verl.
Erscheinungsdatum
2018
Einband
Paperback
Seitenzahl
158
ISBN10
3866821662
ISBN13
9783866821668
Reihe
Beschreibung
Seit 1872 war § 175 im Strafgesetzbuch des Deutschen Reiches ein Gesetz, das homosexuelle Handlungen unter Männern strafbar machte. Während der Nazizeit wurde dieser Paragraph verschärft und blieb in dieser Form bis zur Reform 1969 im Strafgesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland. In dieser Zeit wurden rund 100.000 homosexuelle Männer verfolgt, von denen etwa 50.000 verurteilt wurden, viele erhielten Gefängnisstrafen. Selbst nach der Reform galten diese Männer weiterhin über Jahrzehnte als vorbestraft. Die durch diesen Paragraphen verursachten Menschenrechtsverletzungen und das damit verbundene Leid sind kaum zu fassen. Viele Leben wurden zerstört und Existenzen vernichtet, und die betroffenen Männer trugen oft lebenslang an dieser Last. In dieser Erzählung wird das Schicksal von Friedrich Herrenberger beleuchtet, der aus einer streng katholischen Familie stammt und im Sommer 2016 seinem Großneffen Ragnar offenbart, dass er wegen § 175 vorbestraft ist. Diese Offenbarung wirft Fragen auf: Was hat dieses Gesetz mit seinem Leben gemacht? Wie hat es ihn als Mensch geprägt? Und welche Auswirkungen hat es auf Ragnar, der selbst heimlich in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung lebt? Der Roman beleuchtet ein dunkles Kapitel der deutschen Rechtsgeschichte, das viele Menschen stark betroffen hat und deren Leiden bis heute nachwirkt.