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Puszta-Populismus

Viktor Orbán - ein europäischer Störfall?

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  • 200 Seiten
  • 7 Lesestunden

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Als Viktor Orbán 2010 die Wahl in Ungarn gewann, sprach er von einer „Revolution an der Wahlurne“. Seitdem hat der Rechtspopulist die Institutionen auf seine Machtbedürfnisse zugeschnitten und strebt an, auch die EU zu verändern. Trotz Korruptionsskandalen bleibt Orbán in der Wählergunst unangefochten. Der Autor Stephan Ozsváth analysiert, warum Orbán so erfolgreich ist: Seine populistische Rhetorik spielt meisterhaft mit Ängsten und nutzt nationale Mythen und Rollenbilder. Er bedient sich Symbole wie dem Mythenvogel Turul und inszeniert sich als Anführer einer Nation von Freiheitskämpfern, die sich gegen ausländische Mächte wehren. Orbán kombiniert Globalisierungskritik, Anti-Establishment-Parolen und antisemitische Verschwörungstheorien. Während der Flüchtlingskrise stellte er sich als Verteidiger des Christentums dar und Ungarn als Bollwerk gegen Muslime, was Ängste schürt und auch in anderen europäischen Ländern Anklang findet. Aus einem liberalen Revoluzzer wurde ein Politiker, der einen illiberalen Staat errichtet und die EU von innen angreift. Orbán wettert gegen „Brüsseler Bürokraten“ und sieht sich als Vorkämpfer einer anti-liberalen Bewegung. Seine Kampagnen gegen Flüchtlinge und die ständige Schaffung eines Erregungszustands spalten die ungarische Gesellschaft. Orbán wird zum Vorbild für europäische Populisten, sein illiberaler Staat dient als Blaupause.

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Puszta-Populismus, Stephan Ozsváth

Sprache
Erscheinungsdatum
2017
Einband
(Hardcover)
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Titel
Puszta-Populismus
Untertitel
Viktor Orbán - ein europäischer Störfall?
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Stephan Ozsváth
Erscheinungsdatum
2017
Einband
Hardcover
Seitenzahl
200
ISBN10
3946046088
ISBN13
9783946046080
Reihe
Beschreibung
Als Viktor Orbán 2010 die Wahl in Ungarn gewann, sprach er von einer „Revolution an der Wahlurne“. Seitdem hat der Rechtspopulist die Institutionen auf seine Machtbedürfnisse zugeschnitten und strebt an, auch die EU zu verändern. Trotz Korruptionsskandalen bleibt Orbán in der Wählergunst unangefochten. Der Autor Stephan Ozsváth analysiert, warum Orbán so erfolgreich ist: Seine populistische Rhetorik spielt meisterhaft mit Ängsten und nutzt nationale Mythen und Rollenbilder. Er bedient sich Symbole wie dem Mythenvogel Turul und inszeniert sich als Anführer einer Nation von Freiheitskämpfern, die sich gegen ausländische Mächte wehren. Orbán kombiniert Globalisierungskritik, Anti-Establishment-Parolen und antisemitische Verschwörungstheorien. Während der Flüchtlingskrise stellte er sich als Verteidiger des Christentums dar und Ungarn als Bollwerk gegen Muslime, was Ängste schürt und auch in anderen europäischen Ländern Anklang findet. Aus einem liberalen Revoluzzer wurde ein Politiker, der einen illiberalen Staat errichtet und die EU von innen angreift. Orbán wettert gegen „Brüsseler Bürokraten“ und sieht sich als Vorkämpfer einer anti-liberalen Bewegung. Seine Kampagnen gegen Flüchtlinge und die ständige Schaffung eines Erregungszustands spalten die ungarische Gesellschaft. Orbán wird zum Vorbild für europäische Populisten, sein illiberaler Staat dient als Blaupause.