Algorithmen & Zeichen
Beiträge von Frieder Nake zur Gegenwart des Computers





Beiträge von Frieder Nake zur Gegenwart des Computers
Die Auseinandersetzung mit Digitalität gehört zu den dringlichsten Herausforderungen der Gegenwart. Die zunehmende Bedeutung und Ausbreitung von Computertechnologie fordert nicht nur Gesellschaften und Individuen heraus – diese Entwicklung setzt auch das Konzept der Digitalität unter Druck, das die Gesamtheit und Eigenart der Bedingungen und Folgen elektronischer Digitalcomputer (in all ihren Formen) zu fassen versucht. Gerade weil jedoch Digitalität alltäglich ist, sollte es ihre Kritik, ihre Analyse und Beurteilung, auch sein. Wie kann eine Analyse sowohl grundsätzlichen Charakteristika als auch sich wandelnden konkreten Formen, Infrastrukturen und Praktiken gerecht werden? Wie prägen die Entwicklungen einer Digitalisierung, die Formen von Vernetzung, Einbettung und Autonomisierung programmatisch umfasst, Medien, Kulturen und Gesellschaften? Wie verhalten sich „künstliche Intelligenz“ und „algorithmische Regierung“ zueinander, wie passt die Immaterialität "des Digitalen" zur Materialität der Computer? Wie vermittelt sich der im Wandel begriffene Status und Wirkungsbereich dieser Technik? Dieser Band führt in laufende Debatten ein und entwickelt einen eigenen Ansatz zur Kritik der Digitalität, der nach Formen von Interfaces und Prozessen des Leitens fragt.
Die Geschichte der Tobis vom Technik-Syndikat zum Staatskonzern
Die Geschichte der Tobis (Tonbild-Syndikat AG) spannt einen Bogen von den Anfängen des europäischen Tonfilms Ende der 1920er Jahre über die Entwicklung eines europaweit agierenden, international finanzierten Filmkonzerns bis hin zum Großproduzenten unter den Bedingungen des „Dritten Reichs“.„Tonfilmfrieden/Tonfilmkrieg“ erzählt u. a. die Entstehungsgeschichte des Tonbild-Syndikats als europäische Vision, der US-Konkurrenz mit ihren Tonfilmen und Techniken entgegenzutreten. Die Kurzfilmexperimente der Tobis in den frühen Produktionsjahren sowie die Tonfilmpioniere Guido Bagier und René Clair sind ebenso ein Thema wie die Entwicklung des „Hardware“-Syndikats hin zum produzierenden Konzern. Befragt wird auch die Stellung der Tobis im Propaganda-Apparat der Nazis. Gibt es Gemeinsamkeiten der Inszenierungen von Krieg und Militär in den Tobis-Filmen? Welche Rolle spielte der Schauspieler und Produzent Emil Jannings? Einzelanalysen widmen sich der Großproduktion „Ohm Krüger“ (1941), dem nationalsozialistischen Unterhaltungsfilm sowie den Bio-Pics der Tobis wie „Robert Koch - Bekämpfer des Todes“ (1939) oder „Friedrich Schiller - Der Triumph eines Genies“ (1940). Der Band wird ergänzt durch zusätzliche Materialien sowie einen filmografischen Anhang.
»Ab jetzt geht es nur noch bergab«. Mit diesem berühmt gewordenen Zitat kommentierte Steven Soderbergh 1989 seinen frühen Ruhm, als er auf der Bühne des Filmfestivals von Cannes für seinen Debütfilm »Sex, Lies, and Videotape« die Goldene Palme entgegen nahm. Tatsächlich dreht er in der Folgezeit Filme, die nur begrenzt das Wohlwollen der Kritik und das Interesse des Publikums fanden. Zwölf Jahre später allerdings, bei der »Oscar«-Verleihung im März 2001, gelang ihm ein Coup, den zum letzten Mal ein Regisseur 62 Jahre zuvor geschafft hatte: die Nominierung als bester Regisseur für gleich zwei Filme, für »Erin Brockovich« und für »Traffic«. Dieses Buch umfasst Essays zu Soderberghs Gesamtwerk, ein Soderbergh-Lexikon, mehrere Interviews, einen ausführlichen Datenteil sowie eine vollständige und kommentierte Filmografie: »YES 9012 Live« - »Sex, Lies, and Videotape« - »Kafka« - »King of the Hill« - »Fallen Angels: The Quiet Room und Professional Man« - »The Underneath« - »Out of Sight« - »Schizopolis« - »Gray's Anatomy« - »The Limey« - »Erin Brockovich« - »Traffic «- »Ocean's Eleven« - »Full Frontal« - »Solaris«. Zu den Autoren gehören Thomas Christen, Jan Distelmeyer, Michael Esser, Fritz Göttler, Norbert Grob, Bert Rebhandl, Hans Schifferle und andere.
The book explores the pressing challenges posed by digitality in contemporary society, emphasizing the transformative impact of computer technology on individuals and communities. It critically examines the concept of digitality, aiming to understand its implications and consequences. By highlighting the necessity of analyzing and critiquing digitality, the work advocates for a deeper understanding of its pervasive influence in everyday life, urging readers to engage with the complexities of electronic digital computing.