Welche Vorstellungen von Krankheit und Gesundheit gibt es in Europa, Ozeanien, Amerika und Afrika? Und welche Körperbilder liegen ihnen zugrunde? Medizinethnologen thematisieren den Umgang mit HIV/AIDS ebenso wie die Beschneidung von Jungen und Mädchen in ihrem kulturellen Kontext.Sieben Autoren sensibilisieren den Leser so für die kulturelle Konstruktion von medizinischem Wissen und Handeln.Das Standardwerk "Medizinethnologie. Eine Einführung" richtet sich an alle, die sich mit diesen zentralen Fragen näher beschäftigen wollen: Ethnologen, Angehörige der Pflege- und Heilwissenschaften, der Sozialarbeit, der Psychologie, der Global Puplic Health oder Entwicklungszusammenarbeit.Aus der Reihe "Ethnologiesche Paperbacks".
Katarina Greifeld Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)


Ethnologische Paperbacks: Ritual und Heilung
Eine Einführung in die Medizinethnologie - Dritte, grundlegend überarbeitete und erweiterte Auflage
- 260 Seiten
- 10 Lesestunden
Das Standardwerk zur Einführung in die Medizinethnologie präsentiert in der dritten Auflage neue Beiträge mit Beispielen aus Afrika, Asien, Afroamerika und Lateinamerika. Thematisiert werden die Biomedizin und Entwicklungszusammenarbeit sowie Aspekte wie Ayurveda, Beschneidung, HIV/AIDS und vodou. Das Buch untersucht die kulturelle Bedingtheit von Krankheit und Heilung weltweit und verdeutlicht, dass Erkrankungen in ein breites Netzwerk kultureller Deutungen und Praktiken eingebettet sind, die über biologische Erklärungen hinausgehen. Es werden verschiedene Heiler vorgestellt, die mit unterschiedlichen Methoden, auch aus der Biomedizin, versuchen, das Wohlbefinden der Patienten wiederherzustellen. In dieser Auflage hat sich die regionale Gewichtung leicht verschoben – von Westafrika nach Ostafrika und von Indien nach China, während Lateinamerika um Afroamerika ergänzt wurde. Neueste Entwicklungen in der gesundheitlichen Entwicklungszusammenarbeit sowie die kulturelle Konstruktion der Biomedizin werden ebenfalls behandelt. Dabei wird klar, dass Gesundheit nicht nur ein medizinisches, sondern auch ein soziales, politisches und wirtschaftliches Gut ist. Eine umfangreiche Bibliographie am Ende regt zum Weiterlesen an und bietet eine wichtige Grundlage für alle, die Patienten aus anderen Kulturen betreuen oder Einblicke in die Praktiken anderer Heiler gewinnen möchten.